Farbe und Asche – Angela Allmann

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Maja weiß ziemlich genau, wie ihr Leben aussehen soll – bis sie in eine Altbau-WG zieht und dort Leo begegnet. Verschlossen, schlagfertig, mit einer Vergangenheit, die er mit aller Macht verbirgt. Zwischen WG-Chaos, nächtlichen Begegnungen und kleinen Alltagskatastrophen verschieben sich Grenzen, ohne dass jemand sagen könnte, wann es angefangen hat. Ein Slow-Burn-New-Adult-Roman von Angela Allmann.

Farbe und Asche - Angela Allmann

Maja weiß ziemlich genau, wie ihr Leben aussehen soll. Zumindest glaubt sie das, bis sie in eine Altbau-WG zieht und dort Leo begegnet.

Leo ist verschlossen, schlagfertig und meistens dann unterwegs, wenn andere längst schlafen. Tagsüber hinterlässt er seine Kunst auf riesigen Wänden. Wo er nachts verschwindet, darüber spricht er nicht. Überhaupt spricht Leo über vieles nicht.

Für Maja sollte das keine Rolle spielen. Sie hat Ben. Drei Jahre Beziehung, gemeinsame Vergangenheit und eigentlich keinen Grund, daran etwas zu ändern. Und Leo ist ohnehin der Letzte, mit dem sie sich freiwillig mehr beschäftigen würde als nötig. Eigentlich.

Denn zwischen WG-Chaos, nächtlichen Begegnungen in der Küche, Tanz, Farbe und den kleinen Katastrophen des Alltags verschieben sich Grenzen, ohne dass jemand sagen könnte, wann es angefangen hat. Aus Sticheleien wird Vertrautheit. Aus zufälligen Momenten werden solche, die bleiben. Und irgendwann kennt Leo Seiten von Maja, die Ben längst nicht mehr sieht.

Gleichzeitig merkt Maja, dass es einen Teil von Leos Leben gibt, zu dem niemand wirklich Zugang hat. Einen Teil, den er mit aller Macht von ihr fernhalten will. Denn Leo verbirgt nicht nur, was er nachts tut. Er verbirgt eine Vergangenheit, die niemals wieder Teil seines Lebens werden sollte.

Und je näher Maja ihm kommt, desto schwieriger wird es, beides voneinander zu trennen.

Nachgefragt bei Angela Allmann

Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Im Kern erzählt „Farbe und Asche“ für mich von Menschen und davon, dass sie viel mehr sind als das, was man auf den ersten Blick von ihnen sieht. Natürlich steht die sehr langsam wachsende Beziehung zwischen Maja und Leo im Mittelpunkt, aber die Geschichte ist für mich weit mehr als eine Liebesgeschichte. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, um Schuld und Verantwortung, um Kunst und Tanz. Auch deshalb wollte ich den Slow Burn wirklich langsam erzählen – Nähe entsteht nicht plötzlich, sie wächst in vielen kleinen, manchmal fast unscheinbaren Momenten.

Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
„Farbe und Asche“ begann eigentlich als eine Art Experiment und wurde gleichzeitig meine erste Geschichte auf Wattpad und Inkitt. Am Anfang standen die Figuren, danach entstand die Kulisse und erst nach und nach die Geschichte. Aus dem kleinen Experiment wurde eine immer größere Welt, und irgendwann hatte ich nicht mehr das Gefühl, die Geschichte nur zu schreiben, sondern selbst ein Stück weit in ihr zu leben.

Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Gleichzeitig steckt für mich eine wichtige Frage in der Geschichte: Wie gut kennen wir einen Menschen eigentlich wirklich? Ein Mensch ist für mich deshalb immer mehr als sein größter Fehler und mehr als seine Vergangenheit. Wenn die Leser Maja, Leo und die anderen danach noch ein bisschen im Kopf behalten und sie diese Menschen vielleicht sogar ein wenig vermissen, dann hätte „Farbe und Asche“ für mich genau das erreicht, was ich mir wünsche.

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