Fremdgesteuert – M. D. Forkany
Florian lernt schon als Kind, Dinge wahrzunehmen, für die ihm die Worte fehlen – bis ein einziger Tag die scheinbar überwundene Vergangenheit zurückholt. Ein bewegender Roman über Kindheit und unsichtbare Spuren.
„Fremdgesteuert“ erzählt die Geschichte von Florian, der schon als Kind lernt, Dinge wahrzunehmen, für die ihm die Worte fehlen. Er wächst in einer Familie auf, in der vieles unausgesprochen bleibt und Aufmerksamkeit zur Überlebensstrategie wird. Jahre später scheint die Vergangenheit hinter ihm zu liegen – bis ein einziger Tag alles verändert.
Ein bewegender Roman über Kindheit, Familie und die unsichtbaren Spuren, die uns oft ein Leben lang begleiten.
Nachgefragt bei M. D. Forkany
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Kindheit einen Menschen prägt – selbst dann, wenn nach außen lange Zeit alles normal wirkt. Mir ging es darum zu zeigen, dass nicht nur offensichtliche Ereignisse Narben hinterlassen, sondern oft die leisen, alltäglichen Dinge. Die Geschichte erzählt bewusst aus der Perspektive eines Kindes, das vieles spürt, aber noch nicht verstehen kann.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Geschichte ist von eigenen Erfahrungen inspiriert. Viele Szenen beruhen auf Erinnerungen oder Gefühlen, die mich über Jahre begleitet haben. Schreiben war für mich eine Möglichkeit, Erlebtes einzuordnen und einem Thema eine Stimme zu geben, über das noch immer viel zu selten gesprochen wird. Gleichzeitig war es mir wichtig, keinen Tatsachenbericht zu schreiben, sondern einen Roman, der den Leser emotional begleitet.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich wünsche mir, dass die Leser die Welt für einen Moment mit den Augen eines Kindes gesehen haben. Dass sie verstehen, wie viel hinter einer scheinbar normalen Fassade verborgen sein kann. Und dass sie vielleicht aufmerksamer werden – für Menschen in ihrem Umfeld, für psychische Belastungen und für die Bedeutung von Mitgefühl. Wenn das Buch dazu führt, dass auch nur ein Mensch ein Gespräch beginnt, das sonst nie stattgefunden hätte, dann hat es seinen Zweck erfüllt.
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