Saphrit – Die stummen Türme – Corinna Heymach

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In Saphrit tragen Flüsse Erinnerungen, und die Landschaft spürt, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät – der Auftakt der Saphrit-Chroniken von Corinna Heymach über eine lebendige Welt und die Frage, wie viel man ihr nehmen darf.

Saphrit Cover

Saphrit – Die stummen Türme

Saphrit ist eine Welt, in der die Natur mehr ist als eine Kulisse. Flüsse tragen Erinnerungen, Pflanzen reagieren auf Gewalt, und selbst die Landschaft scheint zu spüren, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät.

Doch etwas verändert sich. Die Verbindung zwischen den Menschen und ihrer Welt beginnt zu zerbrechen. Die stummen Türme, alte Bauwerke voller Geheimnisse, stehen dabei im Mittelpunkt einer Geschichte, die immer größer wird, je tiefer man in Saphrit eindringt.

Die stummen Türme ist der Auftakt der Saphrit-Chroniken – eine Fantasygeschichte über eine lebendige Welt, alte Geheimnisse, Macht und die Frage, was geschieht, wenn Menschen beginnen, einer Welt mehr zu nehmen, als sie bereit ist zu geben.

Dabei geht es nicht nur um Magie und Abenteuer. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verlust und Entscheidungen, bei denen es irgendwann kein einfaches Richtig oder Falsch mehr gibt.

Nachgefragt bei Corinna Heymach

Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Der eigentliche Kern ist für mich Saphrit selbst. Ich wollte keine Fantasywelt erschaffen, die einfach nur der Schauplatz der Geschichte ist. Saphrit sollte sich lebendig anfühlen – eine Welt, die reagiert, sich erinnert und in der alles miteinander verbunden ist.

Besonders wichtig war mir aber auch, dass trotz all der Fantasy die Menschen und ihre Entscheidungen im Mittelpunkt bleiben. Niemand handelt immer richtig, und nicht alles lässt sich klar in Gut und Böse einteilen. Genau das wollte ich zeigen: Was passiert, wenn Macht, Angst, Freundschaft und Verantwortung aufeinanderprallen – und wenn eine Welt irgendwann auf das reagiert, was man ihr antut?

Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Idee ist nicht aus einem einzigen Moment entstanden. Ich wollte schon länger eine Fantasywelt erschaffen, die sich anders anfühlt – nicht einfach mit den üblichen Königreichen, Zaubersprüchen und Kreaturen, sondern eine Welt, bei der die Natur selbst etwas Magisches und Geheimnisvolles hat.

Beim Schreiben kamen immer mehr Dinge dazu: Flüsse, die Erinnerungen bewahren, Landschaften, die auf Ereignisse reagieren, ungewöhnliche Wesen und schließlich die Türme und ihre Bedeutung für Saphrit.

Besonders inspiriert hat mich die Vorstellung, dass eine Welt vielleicht gar nicht so still und wehrlos ist, wie wir glauben. Dass alles Spuren hinterlässt. Aus dieser Idee ist Saphrit nach und nach gewachsen – und irgendwann hatte ich nicht mehr das Gefühl, nur eine Geschichte zu schreiben, sondern eine ganze Welt zu entdecken.

Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich möchte, dass nach der letzten Seite vor allem dieses Gefühl bleibt, Saphrit noch nicht verlassen zu wollen. Dass man über die Figuren nachdenkt, über ihre Entscheidungen und darüber, was hinter all den Geheimnissen dieser Welt noch verborgen liegt.

Gleichzeitig steckt für mich etwas sehr Menschliches darin: Wir können nicht alles kontrollieren, und jede Entscheidung hat Folgen – manchmal auch solche, die wir erst viel später verstehen. Freundschaft, Vertrauen und der Mut, den eigenen Weg zu gehen, spielen dabei eine große Rolle.

Und weil „Die stummen Türme“ erst der Anfang der Saphrit-Chroniken ist, darf am Ende natürlich auch dieses eine Gefühl bleiben: Ich muss wissen, wie es weitergeht.

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