Rezension: Wie man höflich f**k you sagt – Alba Cardalda

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Ein zugänglicher, praxisorientierter Ratgeber über Grenzen setzen, der fundierter ist, als der freche Titel erwarten lässt – Rezension von Lutz Falkner zu Wie man höflich f**k you sagt von Alba Cardalda.

Wie man hoeflich f--k you sagt - Cover

Wie man hoeflich fk you sagt von Alba Cardalda

Wie man höflich f**k you sagt von Alba Cardalda (Penguin)
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Lesen, wenn du …

  • häufig Ja sagst, obwohl du eigentlich Nein meinst,
  • dich nach Konflikten schnell schuldig fühlst,
  • Bücher über Selbstfürsorge, Kommunikation und persönliche Grenzen magst,
  • und einen praxisnahen Ratgeber suchst, der eher an kognitiver Verhaltenstherapie als an plakativen Motivationssprüchen orientiert ist.

Der provokante Titel täuscht ein wenig: Dieses Buch geht nicht darum, andere möglichst elegant abzuweisen, sondern darum, die eigenen Grenzen überhaupt erst zu erkennen – und sie ohne Aggression und übermäßige Schuldgefühle zu vertreten.

Alba Cardalda beginnt nicht sofort mit Gesprächstechniken, sondern erklärt zunächst, warum Grenzen für gesunde Beziehungen wichtig sind. Dabei geht es um Erziehung, kulturelle Prägung, Glaubenssätze und die Frage, warum manche Menschen das Gefühl haben, egoistisch zu sein, sobald sie ihre eigenen Bedürfnisse ernst nehmen.

Gerade diese psychologische Grundlage ist eine Stärke des Buches. Die Autorin zeigt nachvollziehbar, wie Schuld als Manipulationsmittel funktionieren kann und warum es einen Unterschied zwischen Rücksichtnahme und ständiger Selbstaufgabe gibt. Erst danach wird es zunehmend praktisch: Es geht um Assertivität, unterschiedliche Kommunikationsstile, das Formulieren eines klaren Neins, den Umgang mit Kritik und schließlich auch mit manipulativen Menschen.

Besonders hilfreich sind die konkreten Strategien und Beispiele. Statt nur zu empfehlen, „mehr Grenzen zu setzen“, zeigt Cardalda, wie solche Gespräche tatsächlich geführt werden können. Wer bereits viel zu Kommunikation und Selbstbehauptung gelesen hat, wird manche Grundgedanken allerdings kennen; an einigen Stellen wiederholt das Buch seine Botschaft recht ausführlich.

„Wie man höflich f**k you sagt“ lohnt sich vor allem für Menschen, denen Abgrenzung schwerfällt und die verstehen möchten, warum das so ist. Ein zugänglicher, praxisorientierter Ratgeber, der deutlich fundierter ist, als der freche Titel zunächst erwarten lässt – und gerade deshalb überzeugen kann.

Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Bewertung erfolgt unabhängig.

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