Rezension: Potions & Prejudice – Tee Harlowe

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Cozy Romantasy mit Hexenmagie, Familiengeschichte und Enemies-to-Lovers – Rezension von Elisabeth Sandkötter zu Potions & Prejudice von Tee Harlowe.

Potions and Prejudice - Cover

Potions Prejudice von Tee Harlowe

Potions & Prejudice von Tee Harlowe (Goldmann)
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Lesen, wenn du …

  • Cozy Romantasy mit Hexen, Zaubertränken und Kleinstadtatmosphäre magst,
  • Bücher wie „The Very Secret Society of Irregular Witches“ oder romantische Hexengeschichten mit viel Wohlfühlfaktor liest,
  • Enemies-to-Lovers mit schlagfertigen Wortgefechten reizvoll findest,
  • und Familienzusammenhalt ebenso wichtig findest wie die eigentliche Liebesgeschichte.

„Potions & Prejudice“ ist vor allem dann charmant, wenn es nicht um den vorhersehbaren Weg von Abneigung zu Liebe geht, sondern um eine Hexenfamilie, die nach Jahren des Versteckens endlich wieder irgendwo dazugehören möchte.

Elspeth Moonflower reist mit ihrer Mutter und ihren Schwestern durch die Witchlands. Auf der Familie liegt ein Fluch: Solange die Frauen unverheiratet sind, können sie keine Magie wirken. Für Elspeth ist deshalb klar, dass sie sich keinesfalls nur wegen ihrer Kräfte an einen Mann binden will. Dann trifft sie in Thistlegrove auf Draven Darkstone – arrogant, streitlustig und ausgerechnet ein begabter Fluchbrecher.

Tee Harlowe setzt auf vertraute Romantasy-Zutaten, gestaltet das Drumherum aber ausgesprochen liebenswert. Ein eigenwilliges Cottage, Zaubertränke, Vertraute, Buchhandlungen und eine magische Kleinstadt sorgen für viel Cozy-Atmosphäre. Besonders die Moonflower-Schwestern geben der Geschichte Wärme, weil jede von ihnen ganz unterschiedliche Vorstellungen davon entwickelt, wie ein gutes Leben aussehen könnte.

Elspeth und Draven funktionieren vor allem durch ihre Reibung. Ihre ersten Begegnungen bestehen aus Missverständnissen, Vorurteilen und heftigen Wortgefechten. Dass daraus Anziehung entsteht, überrascht natürlich nicht. Trotzdem wirkt die Beziehung angenehm langsam entwickelt, und Draven bekommt genügend Gelegenheit zu zeigen, dass hinter seinem arroganten Auftreten mehr steckt.

Ganz frei von Schwächen ist der Roman nicht. Einige Konflikte entstehen durch vorschnelle Urteile oder mangelnde Kommunikation, und manche Wendungen sind früh absehbar. Wer komplexes Worldbuilding oder große Fantasy-Dramatik erwartet, dürfte die Geschichte deshalb als zu leicht empfinden.

„Potions & Prejudice“ lohnt sich besonders für Leser:innen, die Romantasy eher gemütlich als episch mögen. Eine charmante Mischung aus Hexenmagie, Familiengeschichte, Enemies-to-Lovers und Kleinstadtgefühl – nicht besonders überraschend, aber sehr angenehm zu lesen.

Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Bewertung erfolgt unabhängig.

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