Rezension: City of Gods and Monsters (Band 1) – Kayla Edwards

0

Atmosphärische Urban Fantasy mit langsam wachsender Romance in der Metropole Angelthene – Rezension von Lutz Falkner zu City of Gods and Monsters von Kayla Edwards.

City of Gods and Monsters

City of Gods and Monsters von Kayla Edwards

City of Gods and Monsters von Kayla Edwards (cbj Jugendbücher)
Copyright © cbj Jugendbücher

Lesen, wenn du …

  • düstere Urban Fantasy mit Romantasy-Anteil magst,
  • Bücher wie „Crescent City“ von Sarah J. Maas oder Geschichten über übernatürliche Großstädte reizvoll findest,
  • gefährliche Antihelden, Found Family und Slow-Burn-Anziehung suchst,
  • und kein Problem mit einem sehr umfangreichen ersten Band und komplexem Worldbuilding hast.

„City of Gods and Monsters“ braucht Zeit, um seine große Welt aufzubauen – belohnt dafür aber mit einer atmosphärischen Mischung aus Urban Fantasy, düsterer Spannung und einer Beziehung, die sich deutlich langsamer entwickelt als die gegenseitige Anziehung.

Loren ist ein Mensch in Angelthene, einer Metropole, in der Hexen, Werwölfe, Vampire und andere übernatürliche Wesen die Gesellschaft dominieren. Schon zu Beginn wird deutlich, wie verletzlich sie in dieser Welt ist und wie sehr sie versucht, möglichst wenig aufzufallen. Als ihre Freundin verschleppt wird, gerät Loren jedoch mitten in die gefährliche Welt der Darkslayer – magisch begabter Kopfgeldjäger, die in verschiedenen Zirkeln organisiert sind und nach eigenen Regeln leben.

Besonders gut funktioniert der Gegensatz zwischen Loren und Darien Cassel. Sie ist vorsichtig, ängstlich und besitzt zunächst keinerlei offensichtliche Macht; er ist der gefürchtete Anführer der Seven Devils und Gewalt für ihn beinahe Alltag. Wie brutal diese Welt sein kann, zeigt der Roman früh und ausgesprochen deutlich. Trotzdem wird Darien nicht auf den gefährlichen Bad Boy reduziert. Gerade seine Haltung gegenüber den vermeintlichen Monstern der Stadt wird im weiteren Verlauf interessanter und stellt einfache Kategorien von Gut und Böse zunehmend infrage.

Die große Stärke ist die Atmosphäre. Angelthene wirkt gefährlich, überfüllt und lebendig; verschiedene übernatürliche Gruppen, kriminelle Strukturen und magische Regeln geben der Stadt eine eigene Identität. Gleichzeitig ist genau das auch die größte Hürde: Mit mehr als 800 Seiten nimmt sich der Roman sehr viel Zeit, und gerade am Anfang prasseln zahlreiche Begriffe, Figuren und Gruppierungen auf die Leser:innen ein.

Die Romance entwickelt sich entsprechend langsam. Zwischen Loren und Darien ist früh eine deutliche Spannung vorhanden, doch ihre Beziehung verdrängt die Fantasy-Handlung nicht. Das dürfte vor allem Leser:innen gefallen, denen bei Romantasy das eigentliche Abenteuer ebenso wichtig ist wie das Paar.

„City of Gods and Monsters“ lohnt sich besonders für Fans umfangreicher Urban Fantasy, die gerne tief in eine neue Welt eintauchen und Geduld mit einem langsamen Aufbau haben. Wer eine schnelle, romancezentrierte Geschichte sucht, könnte den Roman dagegen als zu ausufernd empfinden. Wer sich auf Angelthene einlässt, bekommt jedoch einen düsteren, atmosphärischen Reihenauftakt mit viel Potenzial.

Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Bewertung erfolgt unabhängig.

Mehr zum Buch

Werbung – Affiliate-Link

Teilen: W f 𝕏 P
📬 Verpasse keine neue Buchvorstellung. Newsletter abonnieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert