Q-FINITY – Die Zeit findet einen Weg – Pete Muller
Ein Marketingmanager führt ein Attentat aus – und sieht sein Opfer kurz darauf lebendig im Fernsehen. Ein Thriller über Zeitreisen, Künstliche Intelligenz und die Frage, was von unserer Realität noch echt ist.
Die Zeit findet einen Weg
Ein Auftrag aus der Zukunft. Eine Tech-Milliardärin mit Gottkomplex. Eine künstliche Intelligenz ohne Limit. Ein Hacker aus Mumbai, der eigene Wahrheiten erzeugt.
Oliver Reinders ist ein erfolgreicher Marketingmanager, bis ihm ein anonymer Auftrag alles abverlangt: 120 Millionen Euro für ein Attentat auf den KI-Vordenker Michael Chang. Oliver erliegt der Versuchung und führt den Auftrag aus. Kurz darauf sieht er sein Opfer lebend in den Nachrichten. Michael Chang hält am MIT auf einem anderen Kontinent einen Vortrag.
Als dann Olivers Millionengage spurlos verschwindet und sich jede digitale Spur in Luft auflöst, steht er vor einem albtraumhaften Rätsel: Ist er ein Mörder oder nur eine Spielfigur in einer manipulierten Realität?
„Ich habe mich gefragt, wie Leonardo da Vinci reagiert hätte, wenn man ihm ein funktionierendes iPhone gezeigt hätte. Mit einem Menschen auf einem anderen Kontinent zu sprechen und ihn dabei in Echtzeit zu sehen, wäre für ihn vermutlich ebenso unvorstellbar gewesen wie die Idee, Nachrichten aus der Zukunft zu empfangen.
Mit unserer heute bekannten Physik ist das unmöglich. Oder doch nicht? Was wäre, wenn wir unsere Raumzeit unter bestimmten Bedingungen zu einer Art Schleife krümmen könnten? Wenn geschlossene zeitartige Kurven – sogenannte Closed Timelike Curves – in der Nähe Schwarzer Löcher oder durch die Manipulation von Wurmlöchern so entstehen würden, dass die Zeit nicht mehr nur geradlinig verläuft, sondern sich biegt? Wäre es dann denkbar, an beliebige oder zufällige Punkte in Vergangenheit oder Zukunft zu gelangen?
Für biologische Organismen glaube ich nicht daran. Ich bezweifle, dass ein menschlicher Körper eine solche Reise unbeschadet überstehen könnte. Aber wie wäre es mit Daten und Informationen? Könnte eine Künstliche Intelligenz eines Tages Träger solcher Informationen sein? Wäre es dann möglich, Daten, Signale oder Botschaften über Zeitgrenzen hinweg zu übertragen?“
Nachgefragt bei Pete Muller
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Der zentrale Kern bei Q-FINITY beschäftigt sich mit der Frage, welche Auswirkung ein möglicher Datentransfer aus der Zukunft in unsere Gegenwart haben wird. Dabei beleuchte ich einerseits die „wissenschaftlich-physikalischen“ Voraussetzungen, aber auch die Auswirkungen, die ein solcher Datentransfer auf den täglichen Alltag der betroffenen Personen haben wird. Was ist wahr, was ist Fiktion, was die Realität und was wurde von einer KI geschaffen? Haben wir noch einen freien Willen, oder wird unser Leben bestimmt durch eine geheimnisvolle Macht aus der Zukunft?
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Ich habe mich gefragt, was es bedarf, um Daten rückwirkend zu korrigieren. Dabei bin ich immer tiefer in die Relativität und die Quantenphysik eingetaucht. Modelle wie das Großvaterparadoxon oder Schrödingers Katze habe ich dann mit der Fiktion eines Autors verfeinert und meiner Geschichte angepasst. So ist ein (wie ich hoffe) spannender, realitätsnaher Thriller entstanden, der Figuren enthält, die man mag, die man hasst und die man liebt. Wer das Buch gelesen hat, weiß, von wem ich spreche.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Dass nichts so ist, wie es scheint, und dass Technik heute wirklich alles und jeden beeinflussen kann.
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