Was wir einander schuldig sind – Wilma Borghoff
Als Jarik erfährt, dass seine entfremdete Tochter todkrank ist, soll seine zwölfjährige Enkelin Talea zu ihm ziehen – zu einem Großvater, den sie nie gesehen hat. Zwischen Schweigen, Wut und Misstrauen suchen die drei einen Weg zueinander. Eine einfühlsame Geschichte von Wilma Borghoff über zweite Chancen, alte Wunden und die Frage, was Familie wirklich bedeutet.
Ein Anruf. Eine Forderung. Und ein Leben, das aus den Fugen gerät.
Als Jarik, ein lebensfroher Endfünfziger, nach Jahren von seiner Tochter Jessica hört, trifft ihn ihre Nachricht wie ein Schlag: Sie ist todkrank. Und ihre zwölfjährige Tochter Talea, seine einzige Enkelin, soll zu ihm ziehen – zu einem Großvater, den sie noch nie gesehen hat.
Für Jarik und seine zweite Frau Elvira beginnt eine Zeit voller Spannungen, Überforderung und unausgesprochener Ängste. Talea begegnet ihnen mit Schweigen, Wut und Misstrauen. Das Paar merkt, dass guter Wille und Liebe manchmal nicht ausreichen, um einem verletzten Kind Halt zu geben. Aus ihrer nordischen Heimat Friesland hat Talea kaum etwas mitgebracht – und doch ist da etwas, das sie begleitet: ein scheuer Grünspecht, der immer wieder in ihrer Nähe auftaucht, als würde er über sie wachen.
Werden die drei einen Weg zueinander finden? Eine einfühlsame Geschichte über zweite Chancen, alte Wunden und die Frage, was Familie wirklich bedeutet.
Nachgefragt bei Wilma Borghoff
Was ist der zentrale Kern des Buches?
Trauer, Verlust und alte Wunden – und wie man diese heilen kann. Es geht um Familie, um Zusammenhalt, Emotionen und neue Verbindungen.
Wie ist die Idee entstanden?
Ein Bekannter von mir hat seit Jahren keine Verbindung zu seiner Tochter. Ich frage mich, was er machen würde, wenn sie stirbt. Würde er sich um ihre Kinder kümmern?
Was sollen Leserinnen und Leser mitnehmen?
Die Familie ist wichtig. Alte Wunden können heilen – und zusammenzuarbeiten ist alles.
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