Ewige Schuld – Arne Dessaul
1974: Was als Girls-meet-Boy-Story mit dem Sound der Seventies beginnt, kippt in der Nacht vor dem WM-Finale – plötzlich gibt es einen Mord, und Protagonist Fritz gehört zu den Verdächtigen. Ein Coming-of-Age-Roman über Schuld und Läuterung von Arne Dessaul, 2025 nominiert für den Buchpreis Pflichtlektüre Niedersachsen.
Eine Girls-meet-Boy-Story mit dem Sound der Seventies, Coming-of-Age und einem mysteriösen Verbrechen.
„Ewige Schuld“ spielt zu weiten Teilen im Jahr 1974, beginnend mit einer Rangelei in der Silvesternacht. Die Fußball-WM dient eine Zeit lang als Kulisse – entscheidend ist allerdings bloß die Nacht vor dem Finale, ein krasser Wendepunkt in der Story: Auf einmal gibt es einen Mord, und Protagonist Fritz gehört zu den Verdächtigen. Zuvor war er in ein doppeltes Liebesabenteuer verstrickt.
„Ewige Schuld“ war 2025 nominiert für den Buchpreis „Pflichtlektüre Niedersachsen“ der Niedersächsischen Landesbibliothek.
Nachgefragt bei Arne Dessaul
Was ist der zentrale Kern des Buches?
Es geht um Schuld – um kollektive und individuelle –, um Motive, die nicht immer böse sind, und um Läuterung.
Wie ist die Idee entstanden?
Auf dem Friedhof meines Heimatdorfes gibt es ein Grab, das etwas abseits liegt, oberhalb der unscheinbaren Kapelle, direkt am Jägerzaun, der den Friedhof von den Äckern dahinter abgrenzt. Vier Männer wurden dort begraben, russische Soldaten, 1941 oder 1942 in einem Kriegsgefangenenlager unweit des Dorfes gestorben. Woran genau sie gestorben sind, ist (mir) nicht bekannt. Man braucht jedoch nicht allzu viel Fantasie, um sich mögliche Todesarten russischer Kriegsgefangener in deutschen Lagern während des Zweiten Weltkriegs vorzustellen. Dieses Grab hat mich zu „Ewige Schuld“ inspiriert. Letztlich bilden die Toten aber nur einen Teil der Geschichte ab.
Was sollen Leserinnen und Leser mitnehmen?
Sie sollen versuchen, meinem Protagonisten zu verzeihen, der größtenteils unbewusst eine Menge Schuld auf sich geladen hat.
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