Vino, Rausch und Katzenjammer – Viola Eigenbrodt
Eine Krimi-Novelle von Viola Eigenbrodt: Nach einer Faschingsnacht am Gardasee liegt Aldo Vulpi erschlagen in einer Pfütze – die Spur führt bis nach Südtirol.
Am Vorabend hat der Venezianer Aldo Vulpi noch als Gestiefelter Kater Karneval am Gardasee gefeiert, jetzt liegt er erschlagen in einer Pfütze.
Als Brigadiera Patti Mayrhofer den Toten sieht, ist sie schockiert: Dieser Mann hat gestern auf dem Faschingsball noch mit ihr geflirtet. Und Joe, den Freund, mit dem er unterwegs war, kennt sie gut. Da müsste es doch ein Leichtes sein, den Ablauf des Abends zu rekonstruieren. Doch der wilde Faschingstrubel erschwert die Ermittlungen. Ingeniere Vulpi soll etliche Geliebte gehabt haben. Liegt hier vielleicht das Motiv?
Dann verschwindet eine Kellnerin, mit der er auf dem Ball Ärger gehabt hatte, und sein Freund Joe fühlt sich verfolgt. Mit diesem rätselhaften Fall hat Marescialla Gloria Rossi alle Hände voll zu tun, so viel, dass sogar Kultmaresciallo Franco Marini in Meran eingeschaltet wird. Denn die Spur führt bis nach Südtirol …
Nachgefragt bei Viola Eigenbrodt
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Jetzt ist es passiert: Mein letzter Alpensüdseitenkrimi wurde veröffentlicht. Ich nehme Abschied mit einer Novelle. Die Charaktere haben mich einige Jahre begleitet, doch nun sind die Geschichten auserzählt. In diesem Show-Down zieht ein Fall seine Spur vom Gardasee bis nach Meran. Gute alte Bekannte gibt es wieder zu entdecken und zwielichtige Gestalten aus der Anfangszeit meiner Krimis. Ich bedanke mich bei meinen treuen Lesern, ihrer Neugierde und ihrem Verständnis, wenn es wieder einmal verwickelt wurde und wird in schönster Landschaft und vielen wenig bekannten Orten und Geheimnissen. Jetzt ziehe ich um. Die Berge bleiben, das Wasser auch, aber sonst wird Vieles ganz anders. Man darf also gespannt sein, 2027 wird es zeigen.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Meine Alpenkrimireihe ist eine Hommage an Meran, wo ich einige Jahre lebte.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Die Geschichte ist der Schlusspunkt einer Reihe von Regionalkrimis, die bewusst keine Cosykrimis sind. Mit ihnen habe ich die Jahre, die ich Meran leben durfte, gewürdigt. Sie stellt eine Verneigung dar vor den beständigen Fans von Kultmaresciallo Franco Marini aus Meran und den schrulligen Kommissaren aus Riva, die hier erst- und einmalig zusammenarbeiten. Durch die Bilder von Jürgen Theiner ist die Novelle einzigartig zu allen meinen anderen Büchern geworden und ich danke ihm an dieser Stelle noch einmal von ganzem Herzen.
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