Rezension: Book Love – Anne Louise Morseth
Eine warmherzige, witzige und zunehmend emotionale Liebesgeschichte mit Blick hinter die Kulissen der Buchbranche – Rezension von Elisabeth Sandkötter zu Book Love von Anne Louise Morseth.
Book Love von Anne Louise Morseth
Lesen, wenn du …
- romantische Geschichten aus der Buch- und Verlagswelt liebst,
- Bücher wie „Book Lovers“ von Emily Henry magst,
- Enemies-to-Lovers, Gegensätze und erzwungene Zusammenarbeit reizvoll findest,
- und Romance gerne mit ernsteren Themen wie Trauer, Erfolgsdruck und öffentlicher Wahrnehmung verbunden siehst.
„Book Love“ beginnt wie eine charmante Verlagsromanze über zwei vollkommen gegensätzliche Schriftsteller – gewinnt aber gerade dadurch, dass hinter dem Wortwitz und der Anziehung zunehmend Verletzlichkeit und echte emotionale Konflikte sichtbar werden.
Karo Løwe schreibt zuckersüße Jugendromane mit garantiertem Happy End. Love Sandström dagegen ist ein gefeierter Literat, der für melancholische Bücher bekannt ist und von romantischen Geschichten wenig hält. Ausgerechnet diese beiden sollen gemeinsam einen Roman schreiben. Dass die Zusammenarbeit zunächst eher einem Zusammenprall zweier Welten gleicht, überrascht wenig.
Anne Louise Morseth kennt die Buchbranche aus eigener Erfahrung, und das merkt man dem Roman an. Buchmessen, Verlage, Lektorate, Verkaufszahlen, Social Media und der Druck, als Autor öffentlich funktionieren zu müssen, sind nicht bloß hübsche Kulisse. Gerade dieser Blick hinter die Kulissen hebt „Book Love“ von vielen klassischen Workplace-Romances ab.
Karo und Love funktionieren vor allem deshalb gut als Paar, weil ihre Gegensätze nicht nur konstruiert wirken. Hinter Loves Arroganz steckt eine Verletzlichkeit, die sich erst langsam erschließt, während Karo lernen muss, ihre eigene Arbeit und sich selbst ernster zu nehmen. Dabei wird die Geschichte im weiteren Verlauf deutlich emotionaler, als der leichte Einstieg vermuten lässt.
Manches folgt bekannten Romance-Mustern, und wer Enemies-to-Lovers häufig liest, wird einige Entwicklungen früh erahnen. Dafür besitzt der Roman viel Charme, Selbstironie und eine spürbare Liebe zu Büchern und zum Schreiben.
„Book Love“ lohnt sich besonders für Leser:innen moderner Romance und für alle, die gern Geschichten über Menschen lesen, die Bücher nicht nur lieben, sondern von ihnen leben. Eine warmherzige, witzige und zunehmend emotionale Liebesgeschichte mit einem besonders gelungenen Blick hinter die Kulissen der Buchbranche.
Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Bewertung erfolgt unabhängig.
Mehr zum Buch
Werbung – Affiliate-Link