Mitternachtsflüstern: Das Skelett aus dem Nebel – Carina Eulenmeer
Ein Knacken in der Nacht, ein heimatloses Skelett und jede Menge Geister – Marlene Mitternacht wollte lieber einen Ausflug in die Gespensterwelt machen als am nächsten Tag in die Schule zu gehen. Ein gespenstisch-guter Jugendroman von Carina Eulenmeer über Freundschaft, Selbstbewusstsein und den Umgang mit Angst.
Ein Knacken in der Nacht, ein heimatloses Skelett, ein Zeitreisezug und jede Menge Geister – mittendrin: Die 12-einhalb-jährige Marlene Mitternacht, die lieber einen Ausflug in die Gespensterwelt machen wollte als am nächsten Tag in die Schule zu gehen.
Ob das so eine gute Idee war?
„Upps“ ist das Erste, das das altmodisch gekleidete Skelett sagt, als Marlene Mitternacht es mitten in der Nacht bei sich zu Hause auf der Treppe ertappt. Es stellt sich heraus, dass Jonathan, wie das Skelett heißt, auf der Suche nach einem Familienschatz ist – und auf dem Speicher von Marlenes Zuhause damit anfangen möchte. Als er dort nicht fündig wird, beschließt die zwölfeinhalbjährige Marlene, ihn in die Geisterwelt zu begleiten, um ihm bei der Schatzsuche zu helfen.
Begleitet wird sie dabei von ihrem besten Freund, dem Mischlingshund „El Capitano“. In der „Grauen Au“ angekommen, wie der Ort unter Geistern heißt, muss sie bald erfahren, dass Jonathan ihr nicht die ganze Wahrheit gesagt hat. Zum Glück findet sie Trost und Unterstützung bei einer Gruppe gespensterhafter Straßenkinder – denn nicht zuletzt wird Marlene recht schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist, die Geisterwelt wieder zu verlassen.
Ein im wahrsten Wortsinne gespenstisch-guter Jugendroman über Freundschaft, Selbstbewusstsein, den Umgang mit Angst – und natürlich auch mit Geistern.
Nachgefragt bei Carina Eulenmeer
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Marlene Mitternacht ist keine furchtlose Romanheldin – im Gegenteil, sie hat vor vielen Dingen Angst, unter anderem vor dem nächsten Schultag. So geht es sicher vielen Jugendlichen. Mit meinem Buch will ich ihnen sagen: Es ist ganz normal und völlig in Ordnung, Angst zu haben. Wichtig ist, sich nicht von ihr einsperren zu lassen. Bei Marlene Mitternacht ist es eine überraschende Reise in die Geisterwelt, die ihr dabei hilft, Mut zu finden und mehr über sich selbst zu erfahren. Humor und Cozy-Grusel kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
In früheren Zeiten habe ich vor allem nachts an meinen Büchern geschrieben. Wenn ich dann mitten in der Nacht durchs Haus gewandert bin, habe ich mich unweigerlich gefragt: Ist wirklich niemand außer mir mehr wach – und was wäre das Verrückteste, das mich hinter der nächsten Zimmertür oder auf der Treppe erwarten könnte? So ist das „Skelett aus dem Nebel“ entstanden.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Mit „Mitternachtsflüstern“ will ich meinen jugendlichen Lesern eine Atempause in ihrem nicht immer leichten Alltag bieten. Am Ende des Buches sollen sie wissen, dass sie mit ihren Ängsten und Zweifeln nicht alleine sind – und dass sie beides überwinden können. Ob es dafür eine Reise in die Geisterwelt braucht oder sie einen anderen, eigenen Weg finden – das bleibt ihnen überlassen.
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