RS Freedom: Viele Welten – Eine Heimat (Band 1) – Waltraud Hilgenberg
2265: Die 57-jährige Ärztin und Exobiologin Dr. Gwendolyn Hansen geht an Bord des Forschungsschiffs RS Freedom – mit einem verborgenen Erbe und mentalen Schilden, die sie nie fallen lässt. Im Quadranten X-99 wartet eine Begegnung ohne Protokolle. Space-Opera-Auftakt von Waltraud Hilgenberg über fremde Welten und eine Heldin, deren Geschichte endlich erzählt wird.
Ein Space-Opera-Auftakt über fremde Welten, wissenschaftliche Neugier und zwei Figuren, die sehr spät zueinander finden – und genau deshalb rechtzeitig.
Hamburg riecht nach Regen. Zweihundert Jahre Fortschritt haben daran nichts geändert.
Am 4. Oktober 2265 verlässt Dr. Gwendolyn Hansen ihre Wohnung zum letzten Mal. Siebenundfünfzig Jahre alt, Ärztin und Exobiologin, silberweißes Haar, ein ruhiger Gang. Vor ihr liegt das Forschungsschiff RS Freedom – ein grauer Koloss aus Titan, vernarbt von jeder Reise, die er überstanden hat. Kein Aushängeschild der Interstellaren Union, sondern ein Veteran.
Gwendolyn trägt ein Erbe in sich, das sie ihr Leben lang verborgen hält. Ihr Vater brachte ihr bei, wie man mentale Schilde legt, Schicht für Schicht, und warum man sie nie fallen lässt. An Bord begegnet sie Kaelen, dem Ersten Offizier, halb Thalori, halb Mensch. Zwischen ihnen entsteht etwas, das keiner von beiden gesucht hat – eine Verbindung ohne Worte, langsam, vorsichtig, gegen jede Gewohnheit.
Während die Freedom in den Quadranten X-99 vorstößt, in ein Netz aus Wurmlöchern und eine Begegnung, für die es keine Protokolle gibt, entscheidet sich für Gwendolyn eine ältere Frage: ob ein Leben, das sie in Deckung verbracht hat, noch einmal offen sein darf.
- RS Freedom, Band 1
- 510 Seiten · Softcover 19,99 € · E-Book 3,99 €
- Erschienen 2026 bei epubli
Nachgefragt bei Waltraud Hilgenberg
Was ist der zentrale Kern des Buches?
Heimat entsteht nicht durch Herkunft. Sie entsteht durch Verbindung. Gwendolyn ist meine Heldin, und sie ist siebenundfünfzig – das war eine bewusste Entscheidung. In der Science-Fiction bekommen Frauen ihres Alters meist die Rolle der Erfahrenen, die eine Jüngere berät und dann aus dem Bild tritt. Gwendolyn berät niemanden. Sie ist die Frau, deren Geschichte erzählt wird – mit allem, was ein gelebtes Leben an Narben, Fähigkeiten und offenen Rechnungen hinterlässt.
Wie ist die Idee entstanden?
Klein. So ist es bei mir Ende 2025 angefangen. Ein Charakter taucht im Kopf auf und geht nicht mehr weg. Eine Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Ein Gefühl, das nach einer Geschichte verlangt. Bei Gwendolyn war es genau so. Schließlich wurde aus dem kleinen Anfang mehr und mehr Text. Seit vierzig Jahren bin ich Sekretärin – Tippen und Formatieren gehören zu meinen Kernkompetenzen. Im Juli konnte ich schließlich Band 1 meiner Trilogie veröffentlichen.
Was sollen Leserinnen und Leser mitnehmen?
Dass eine Frau mit siebenundfünfzig eine Heldin sein darf. Ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung, ohne dass jemand es bemerkenswert findet. Und die Ahnung, dass Nähe manchmal leise als Anklopfen beginnt und wartet, bis geöffnet wird.
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