Tanz mit Mir! – Vela Soderstrom

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Alana Goldmann, erfolgreiche autistische Autorin, wird für die Tanzshow „Das große Promitanzen“ eingeladen – eigentlich nur als Quote. Zwischen dem übergriffigen Tanzpartner Matthew und dem einfühlsamen Pascha muss sie sich behaupten und ihren eigenen Weg aufs Parkett finden. Ein Roman von Vela Soderstrom, selbst Autistin, über Reizüberflutung, Selbstbestimmung und den Mut, sich nicht in Klischees pressen zu lassen.

Tanz mit Mir - Vela Soderstrom

Zwischen Rampenlicht und Reizüberflutung.

Alana Goldmann liebt klare Ansagen, logische Abläufe und die Ruhe ihres Schreibtischs. Als erfolgreiche Autorin schreibt sie über ihr Leben als Autistin. Plötzlich soll sie selbst die Hauptrolle in einer Inszenierung spielen, die gegensätzlicher nicht sein könnte: „Das große Promitanzen“.

Ephir-One will die „autistische Bestsellerautorin“ für die Quote, doch Alana will nur eines, wenn überhaupt: Tanzen. Denn wenn die Musik einsetzt, ergeben die Schritte einen Sinn, den die soziale Welt oft vermissen lässt. Doch der Weg aufs Parkett ist gepflastert mit glitzerndem Schein und menschlichen Abgründen.

Da ist Matthew, der offizielle Tanzpartner. Ein Profi, der Inklusion für ein Modewort hält und Alanas Grenzen ignoriert, als wären sie nur Empfehlungen. Seine Übergriffigkeit und sein Unverständnis fordern Alana mehr ab als jede komplexe Schrittfolge.

Pascha. Der Mann mit dem dunklen Blick und der rauen Schale, der eigentlich die Fitnessinfluencerin Amaya trainieren sollte. Während Matthew versucht, Alana in eine Form zu pressen, in die sie nicht passt, sieht Pascha die Frau, die komplexe Schritte dank Hyperfokus lernen kann.

Der Tanz kann beginnen!

Nachgefragt bei Vela Soderstrom

Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Hi, ich bin Vela. Mein Debütroman „Tanz mit Mir“ ist im Mai 2026 veröffentlicht. Kennt ihr diese Profitanzshows? Ich schaue sie supergerne. Was mich aber seit Folge 1 nervt, ist dieses aufgesetzte Zahnpastalächeln. Und ich dachte mir: Was passiert eigentlich, wenn der ganze Glitzer weg ist, die Lichter ausgehen und wenn man hinter die Kulisse blickt?

Worum geht es? Alana ist erfolgreiche Autorin, lebt bei ihrem Onkel und Maisie, und hat eigentlich keinen Bock auf die Tanzshow. Trotzdem wird sie von Ephir-One eingeladen, als Autistin, die mit Profitänzer Matthew Baran tanzen soll. Matthew hält Autismus für Unsinn, sich selbst für das größte Geschenk an die Damenwelt, und Alana für eine Behinderte ohne eigene Meinung und sein neuestes Projekt.

Wenn du jetzt einen seichten Roman erwartest, in dem die Autistin Superkräfte hat – oder zu doof ist, um einen klaren Satz zu formulieren oder diese berühmte Jungfrau in Nöten ist, die von einem starken Mann gerettet werden muss: Du wirst bitterlich enttäuscht werden.

Alana ist keine Projektionsfläche für Klischees. Sie ist eine Frau mit eigenem Kopf, eigenen Grenzen und einer verdammt spitzen Zunge. Sie macht klar, was sie will und was sie nicht will. Sie lässt sich nicht von einem aufgeblasenen Profitänzer herumkommandieren. Sie lässt sich nicht von der Presse in Schubladen stecken. Und sie lässt sich schon gar nicht vorschreiben, was sie zu essen hat, nur weil irgendein Typ meint, sie müsse „für Höchstleistungen“ abnehmen.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe: Ich bin selbst Autistin. Und ich habe die Geschichte aus meinem Blickwinkel geschrieben. Nicht aus der Perspektive einer Beobachterin, nicht aus der Perspektive einer Nicht-Autistin, die versucht, sich in eine autistische Figur hineinzuversetzen. Sondern aus der Perspektive von jemandem, der genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Reizfilterung nicht funktioniert, wenn plötzlich alles zu viel wird, wenn man in eine Welt gezwungen wird, die einem nicht erklärt wird.

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