Martas Gift – Gianpietro Montano

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In der Basilikata, Geheimtipp Süditaliens, gerät die Umweltwissenschaftlerin Jessica Crocco mit ihrem Vater Achim ins Visier mächtiger Männer, als sie einer Sondermülldeponie zu nahekommen. Ein Roman von Gianpietro Montano über Erdöl, organisiertes Verbrechen und die Frage, wie weit man geht, um seine Familie zu schützen.

Martas Gift - Gianpietro Montano

Schweigen hat einen Preis.

Die Basilikata gilt als Geheimtipp Süditaliens: rau, ursprünglich, uralte Dörfer und voller verborgener Schönheit. Doch unter der Oberfläche lagert noch ein anderer Schatz: Erdöl – und mit ihm geraten auch jene auf den Plan, die aus dunklen Geschäften Profit schlagen.

Für die Umweltwissenschaftlerin Jessica Crocco wird die Region zur Hoffnung ihrer Doktorarbeit. Ihr Vater Achim fürchtet die Schattenseiten der Heimat seiner Vorfahren. Als sie der Sondermülldeponie in Guardia Perticara zu nahekommen, geraten Vater und Tochter ins Visier mächtiger Männer, die kein Interesse an unbequemen Fragen haben. Was zunächst wie ein unsichtbarer Schatten wirkt, nimmt plötzlich Gestalt an: Drohungen. Bestechung. Gewalt.

Wie weit würdest du gehen, um deine Familie zu schützen?

Nachgefragt bei Gianpietro Montano

Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Im ersten Roman sagte Achims Vater, die Basilikata habe keine Zukunft. Achim zeigt im zweiten Roman auf, dass sie sehr wohl eine Zukunft hat, aber mit sehr vielen Hürden. Eine dieser Hürden sind die Machtkonzentration und das organisierte Verbrechen, die von den Rahmenbedingungen mit sehr wenig Industrie profitieren. So liegen in der Basilikata die größten Erdölfelder auf dem westeuropäischen Festland. Das große Geld verdienen aber nicht die Einheimischen, sondern Großkonzerne und diejenigen, die vom Müll profitieren, der dabei entsteht. Martas Gift ist die Beschreibung dieser Hürden und Gefahren.

Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
In Guardia Perticara, einem der schönsten Dörfer Italiens, entsteht Europas größte Sondermülldeponie für Abfall aus der Erdölförderung. Gefördert wird das Erdöl in unmittelbarer Nähe. Diese Förderung ist mit viel Umweltverschmutzung und Kriminalität verbunden. Erstinstanzlich wurden schon etliche Personen und Unternehmen verurteilt. Gleichzeitig gibt es einen Think Tank, der konkrete Vorschläge macht, wie die Basilikata entwickelt werden kann. Gerade das touristische Potenzial ist riesig. Ich wollte diesen Spagat zwischen Chancen und Risiken aufzeigen.

Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Den Wunsch, diese süditalienische Gegend kennenzulernen.

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