The World behind Wonderland – My Power – Your Soul – Rivkah Charnelat
Er kennt deine dunkelsten Fantasien – und die Grenzen, die du zu kennen glaubst, beginnen zu bröckeln. Ein Spiel aus Macht, Verlangen und Abgründen. Dark Romance von Rivkah Charnelat, Auftakt der Reihe The World behind Wonderland.
Was geschieht, wenn dich ein Mann ansieht, als wüsste er längst, wer du wirklich bist?
Er kennt deine dunkelsten Fantasien – jene, die du nie benannt hast, nicht einmal vor dir selbst. Er sieht deine Sehnsucht nach Kontrolle und Verlust, nach Nähe, die wehtut, und nach Gefahr, die sich wie Wahrheit anfühlt.
Zwischen euch liegt ein Spiel aus Macht, Verlangen und Abgründen. Jede Grenze, die du zu kennen glaubst, beginnt zu bröckeln, sobald du ihm näherkommst.
Die einzige Frage ist nicht, ob du ihm widerstehen kannst.
Sondern: Wohin rennst du, wenn er dich findet – auf ihn zu oder vor ihm weg?
Nachgefragt bei Rivkah Charnelat
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Ich wollte mit „The World behind Wonderland“ von Anfang an ein anderes BDSM-Buch schreiben als das, was man häufig liest. Mich interessieren Beziehungen und Dynamiken, die es tatsächlich gibt, über die aber viel zu selten offen und ehrlich geschrieben wird. Im Zentrum stehen deshalb für mich nicht einzelne Praktiken, sondern Richard und Sasha und die besondere Dynamik zwischen ihnen. Macht, Kontrolle und Hingabe spielen darin eine große Rolle, aber ebenso Vertrauen, Verantwortung, Grenzen und die Frage, was geschieht, wenn zwei Menschen Bedürfnisse ineinander erkennen. Dabei war mir besonders wichtig, BDSM weder zu romantisieren noch meine Figuren dafür zu verurteilen. Denn hinter „Dominanz“ und „Submission“ stehen am Ende zwei Menschen. Und die sind sehr viel komplizierter als die Rollen, die sie miteinander einnehmen.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Idee begann eigentlich mit einem denkbar einfachen Plan: Ich wollte ein kleines „Snack-Buch“ schreiben, eine kompakte BDSM-Geschichte für zwischendurch. Rückblickend kann ich sagen: Dieser Plan ist ziemlich gründlich gescheitert. Mich hat vor allem die Frage gereizt, wie eine sehr intensive Macht- und Beziehungsdynamik aussehen kann, wenn man sie nicht glättet. Während des Schreibens wurden Richard und Sasha allerdings immer komplexer. Hinter Kontrolle und Hingabe kamen nach und nach ihre persönlichen Schutzmechanismen, ihre Vergangenheit, Ängste und Widersprüche zum Vorschein. Inspiriert hat mich dabei vor allem die Psychologie dieser Dynamik.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich möchte nicht vorgeben, was jemand nach der letzten Seite daraus mitnehmen soll. Wenn etwas hängen bleibt, wünsche ich mir vielleicht die Bereitschaft, einen Moment länger hinzusehen, bevor man etwas bewertet, das man selbst nicht versteht oder für sich niemals wählen würde. Gleichzeitig wollte ich keine perfekte BDSM-Beziehung erzählen. Vertrauen entsteht nicht einmal und ist dann einfach da. Grenzen können sich verändern, Menschen können Fehler machen und Nähe kann manchmal erschreckender sein als jede körperliche Herausforderung. Man muss etwas nicht selbst wollen, um zu akzeptieren, dass es für einen anderen Menschen richtig sein kann.
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