Master and Servant – The hell inside you – Rivkah Charnelat
Nach ihrem Einsatz in Afghanistan kehrt Dakota verändert zurück – vom Dienst suspendiert und perspektivlos. Ihr Chef Kay stellt ihr Leben komplett auf den Kopf. Dark Romance von Rivkah Charnelat, Auftakt der Master and Servant-Reihe.
Dakota war eine Rebellin und hatte den Ruf, unberechenbar zu sein. Doch aus dem Einsatz im Afghanistankrieg kehrt sie völlig verändert zurück.
Die Hölle wartete in den eigenen Reihen. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Vom Dienst suspendiert, gleicht ihr Leben einem Scherbenhaufen und sie ist vollkommen perspektivlos.
Wäre da nicht der beste Freund ihres Vaters und gleichzeitig ihr Chef, der ihr Leben darüber hinaus komplett auf den Kopf stellt. Kay setzt ihr Grenzen, die sie akzeptieren muss, unterstützt sie und jagt sie zeitgleich durch ihre persönliche Hölle.
Aber ist die Rebellin in ihr wirklich bereit, die Vergangenheit ruhen zu lassen oder bringt sie sich selbst in Gefahr?
Provokant. Zerrissen. Unvergesslich. Ein Auftakt, der Grenzen sprengt – mit einer Protagonistin, die alles riskiert, um sich selbst nicht zu verlieren.
Nachgefragt bei Rivkah Charnelat
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Der zentrale Kern von „Master and Servant – The Hell inside you“ ist für mich die Frage, was hinter einem Menschen steckt, der nach außen funktioniert, stark wirkt und gelernt hat, niemanden wirklich an sich heranzulassen. Kay und Dakota sind beide auf ihre Weise geprägt von Kontrolle, Verletzungen und Dingen, die sie lieber mit sich selbst ausmachen. Ihre Begegnung zwingt sie jedoch dazu, hinter die Fassade des anderen zu sehen, und irgendwann auch hinter die eigene. Mir war besonders wichtig, meine Figuren nicht auf ihre Vergangenheit oder ihre Wunden zu reduzieren. Sie dürfen hart, widersprüchlich, verletzlich und manchmal auch ziemlich schwierig sein. Denn letztlich geht es für mich weniger darum, wer wen rettet, sondern darum, was passiert, wenn zwei Menschen einander wirklich sehen – auch die Teile, die sie selbst am liebsten verborgen hätten.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Idee entstand tatsächlich ziemlich spontan. Ich sah eine alte Diskussionsrunde aus den 2000er-Jahren über den Afghanistankrieg und begann danach, mich immer intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Dabei hat mich irgendwann weniger die Frage beschäftigt, was während eines Einsatzes geschieht, sondern vielmehr: Was bleibt danach? Was nimmt ein Mensch mit nach Hause, wenn der Krieg für ihn offiziell vorbei ist? Wie verändern solche Erfahrungen den Blick auf sich selbst, auf andere Menschen und auf ein Leben, das einfach weitergegangen ist? Aus diesen Fragen entstand nach und nach die Geschichte. Besonders inspiriert hat mich dabei der Mensch hinter dem Soldaten – hinter Uniform, Dienstgrad, Disziplin und Funktion. Aus einer spontanen Idee wurde so irgendwann eine Geschichte über Krieg, seine unsichtbaren Spuren und darüber, wie schwer es sein kann, nach Hause zurückzukehren, wenn ein Teil von einem selbst noch längst nicht dort angekommen ist.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich möchte meinen Leserinnen und Lesern keine fertige Botschaft mitgeben. Wenn nach der letzten Seite aber ein Gedanke bleibt, dann vielleicht der, dass ein Mensch immer mehr ist als das, was wir auf den ersten Blick von ihm sehen. Mir ist wichtig zu zeigen, dass Stärke und Verletzlichkeit keine Gegensätze sind. Dass ein Mensch funktionieren und gleichzeitig kämpfen kann. Wenn meine Leser nach der letzten Seite meine Figuren nicht einfach in „gut“ oder „schlecht“ einteilen können, sondern sich dabei ertappen, genauer hinsehen zu wollen, dann haben sie eigentlich genau das mitgenommen, was ich mir wünsche.
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