Der Knopf und das Schweigen (Band 1) – Maja Ehrenbaum
Eine Patientin, die kaum spricht, und eine Psychotherapeutin, die viel zu verlieren hat. Was zunächst wie eine Rettung erscheint, entzieht sich bald jeder Ordnung – zwischen Frau Parel und Lydia Bechmann entsteht eine Beziehung, in der Nähe zur Strategie und Kontrolle zur Notwendigkeit wird. Ein psychologisches Drama über Macht, Abhängigkeit und Kontrolle in der Therapie. Band 1 der Trilogie von Maja Ehrenbaum.
„Ich habe mich selbst verloren. Können Sie mir helfen, mich wiederzufinden?“
Eine Patientin, die kaum spricht, und eine Psychotherapeutin, die viel zu verlieren hat. Was zunächst wie eine Rettung erscheint, entzieht sich bald jeder Ordnung. Frau Parel passt nicht in das therapeutische Setting, das Lydia Bechmann braucht. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine Beziehung, in der Nähe zur Strategie und Kontrolle zur Notwendigkeit wird.
Jahre später holt Lydia die Vergangenheit ein. Eingeschlossen mit einer Kollegin tritt eine Wahrheit ans Licht, die besser verborgen geblieben wäre.
Ein psychologisches Drama über Macht, Abhängigkeit und die Frage, wer in einer Therapie wirklich die Kontrolle besitzt. Band 1 der Trilogie „Drei Frauen. Zwei Therapien. Eine gemeinsame Geschichte.“
Nachgefragt bei Maja Ehrenbaum
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Der zentrale Kern meines Buches ist die Frage, was passiert, wenn sich in einer therapeutischen Beziehung professionelle Grenzen langsam verschieben. Mich interessiert dabei besonders das, was nicht sofort eindeutig als problematisch erkennbar ist: Nähe, die sich zunächst gut anfühlt. Vertrauen, das wächst. Das Gefühl, verstanden und gesehen zu werden. Und der Moment, in dem daraus eine emotionale Abhängigkeit entstehen kann. Mit „Der Knopf und das Schweigen“ möchte ich zeigen, wie leise Grenzüberschreitungen beginnen können und wie schwer sie manchmal zu erkennen sind.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Idee ist aus meinem Interesse an der besonderen Beziehung zwischen Therapeut:innen und Patient:innen entstanden. Ich wollte Worte und Bilder dafür finden, die nicht nur erklären, sondern etwas spürbar machen. Wie sich Nähe zunächst gut anfühlen kann. Wie Vertrauen wächst. Wie Grenzen sich verschieben können, ohne dass man es sofort bemerkt. Deshalb erzähle ich den ersten Band aus der Perspektive der Therapeutin.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich wünsche mir, dass Leser:innen nach der letzten Seite vielleicht einen anderen Blick auf therapeutische Beziehungen mitnehmen. Nicht alles, was verletzt, fühlt sich von Anfang an falsch an. Wenn mein Buch dazu beiträgt, dass über Macht, Verantwortung, Abhängigkeit und emotionalen Missbrauch in der Psychotherapie offener gesprochen wird, dann wäre mir das sehr wichtig.
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