Ich sehe was, was du nicht siehst – Elisabeth Hoffmann
In Ich sehe was, was du nicht siehst – Wort trifft Kunst verbindet Elisabeth Hoffmann Malerei und Prosa: 29 Kurzgeschichten zu 27 Bildimpulsen bekannter Maler wie Miró oder Picasso, erzählt in wechselnden Prosaformen.
Überraschende Begegnung zwischen Wort und Kunst.
In „Ich sehe was, was du nicht siehst – Wort trifft Kunst“ verbindet Elisabeth Hoffmann ihre beiden Leidenschaften Malerei und Prosa auf ungewöhnliche Weise: Zu Bildern bekannter Maler wie Miró oder Picasso erzählt sie Kurzgeschichten – entstanden aus eigenen Gedanken, Träumereien, Erlebnissen und persönlichen Stimmungen.
29 Kurzgeschichten zu 27 Bildimpulsen, erzählt in wechselnden Prosaformen – als Erzählung, Dialog, Gedicht, Gedankenaustausch oder Ratgeber. Erschienen im R. G. Fischer Verlag.
Nachgefragt bei Elisabeth Hoffmann
Was ist der zentrale Kern des Buches?
Neben der puren Lust am Schreiben gefiel es mir, bekannte Gemälde einmal auf ganz andere Art zu betrachten und völlig neu zu interpretieren. Losgelöst von der ursprünglichen Botschaft des Malers, lenkte mich meine Phantasie in ganz banale, alltägliche Situationen, erinnerte mich an geschichtliche Ereignisse oder ließ Sehnsüchte in mir aufsteigen. Zudem greife ich in den Geschichten auch gesellschaftliche Themen auf, die mich emotional bewegen, und bewerte diese durchaus kritisch – selbstverständlich allein aus meiner persönlichen Sicht. Da ich unsere Sprache an sich sehr mag, spiele ich gerne mit Worten. Um möglichst viel Abwechslung zu erhalten und meine Texte für den Leser interessant zu machen, verwende ich in diesem Buch verschiedene Prosaformen. Das ist kurzweilig. Da ist für jeden etwas dabei.
Wie ist die Idee zu Ich sehe was, was du nicht siehst entstanden?
Die Idee zum Buch stammt aus einem Schreibworkshop, an dem ich teilgenommen habe. Zufällig ausgewählte Bilder bekannter Künstler dienten mir als Impulse, meine Gedanken kreisen zu lassen und schließlich Prosatexte zu verfassen. Weder Titel noch Intention des Malers spielten dafür eine Rolle. Vielmehr habe ich Stimmungen aus den Gemälden eingefangen, versucht, mich in die dargestellte Situation hineinzuversetzen, Gedanken oder Gefühle der gezeigten Personen zu interpretieren. Als Ergebnis sind schließlich 29 Kurzgeschichten zu 27 Bildimpulsen entstanden.
Was sollen Leser:innen aus dem Buch mitnehmen?
Ich möchte Menschen ansprechen, die sich sowohl für Malerei interessieren als auch das Lesen an sich lieben. Darüber hinaus möchte ich vor allem auch die Phantasie der Leser ansprechen, denn – wie mir bereits mehrfach zurückgespiegelt wurde – entstehen beim Lesen meiner Geschichten zu den jeweiligen Bildern schnell eigene Ideen, was das Gemälde aussagt, woran es erinnert, welches Erlebnis ins Gedächtnis gerufen wird. Bezüglich bestimmter gesellschaftlicher Themen möchte ich zum Nachdenken anregen.
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