Rahel und der Mann ohne Namen – Désirée Badertscher
Rahel hält sich lieber im Hintergrund – bis ein zufälliger Zusammenstoß auf dem Heimweg etwas in ihr anstößt. Ein leiser Liebesroman über Vorsicht, kleine Augenblicke und den Mut, sich wieder zu öffnen.
Rahel hat eine Liebe hinter sich gelassen, die sie vorsichtig gemacht hat. Nähe fällt ihr schwer, und sie hält sich lieber im Hintergrund, ohne Drama, ohne große Gefühle. Auf dem Heimweg stößt sie zufällig mit einem Mann zusammen – ein kurzer Moment, der eigentlich nichts bedeuten sollte. Doch etwas an dieser Begegnung bleibt hängen.
Der Roman erzählt von leisen Veränderungen, unerwarteten Impulsen und dem Mut, sich nach einer Verletzung wieder ein Stück zu öffnen – nicht durch große Gesten, sondern durch kleine, echte Augenblicke.
Nachgefragt bei Désirée Badertscher
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Der Kern des Romans ist Rahels Weg zurück zu sich selbst. Nach einer Liebe, die sie verletzt hat, trägt sie eine innere Distanz in sich. Mir geht es besonders darum, zu zeigen, wie Begegnungen uns verändern können – leise, behutsam und manchmal genau dann, wenn wir es nicht erwarten.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Idee zu diesem Roman ist nicht aus einem großen Plan entstanden, sondern aus einem Gefühl. Ich wollte eine Geschichte schreiben, die zeigt, wie ein Mensch weitergeht, auch wenn etwas wehgetan hat – nicht dramatisch, sondern leise. Mich hat interessiert, wie sich etwas in uns verändert, wenn das Leben uns einen kleinen, unerwarteten Moment schenkt, der etwas anstößt, ohne dass man es gleich versteht. Rahels Vorsicht, ihr stilles Weitergehen, und dieser zufällige Zusammenstoß auf ihrem Heimweg – genau daraus ist die Geschichte gewachsen. Aus einem leisen Impuls, der plötzlich Bedeutung bekommt.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich wünsche mir, dass Rahel für die Leserinnen wie eine Freundin wird. Eine, die man auf ihrem Weg begleitet – mit Hoffen, Freuen, Mitfühlen und manchmal auch einem kleinen inneren Trösten. Wenn die letzte Seite umblättert ist, soll ein leises Lächeln bleiben. Dieses Gefühl, jemanden ein Stück weit begleitet zu haben und sie genau dort loszulassen, wo sie bereit ist, weiterzugehen.
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