Kopierfehler – Uwe Kallin
Albert Hansen erwacht in einem fremden Körper – seine Ärztin spricht von einem defekten Chip, doch seine Erinnerungen fühlen sich zu real an. Ein Wissenschaftsthriller über Bewusstsein, Identität und die Grenzen medizinischen Fortschritts von Uwe Kallin.
Wissenschaftsthriller
In dem Thriller erwacht die Hauptfigur Albert Hansen in einem fremden Körper. Seine Ärztin behauptet, ein implantierter Chip in seinem Kopf erzeuge falsche Erinnerungen. Sie würden ihm durch einen Defekt des Chips in seinem Kopf suggeriert, der von dem brillanten Wissenschaftler Christian Berger entwickelt wurde.
Doch dazu fühlt sich seine vermeintlich erfundene Vergangenheit viel zu real an. Während Albert immer wieder zu Behandlungen muss, bei denen sein Chip repariert werden soll, beginnt er zu ahnen, dass hinter den verschlossenen Türen der Genius Klinik weitaus größere Geheimnisse verborgen liegen als nur medizinische Forschung. Je mehr er an sich selbst zweifeln soll, umso sicherer wird er, dass nicht er selbst falsch ist, sondern die Wahrheit, die man ihm erzählt.
„Kopierfehler“ verbindet psychologische Spannung mit der hochaktuellen technologischen Frage: Wie weit darf medizinischer Fortschritt gehen, wenn Bewusstsein, Erinnerung und Identität manipulierbar werden?
Nachgefragt bei Uwe Kallin
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Im Grunde geht es mir um die Frage: Wie weit darf medizinischer Fortschritt gehen, wenn Bewusstsein, Erinnerung und Identität manipulierbar werden? Dies habe ich in eine spannende Geschichte gepackt, die mögliche Auswirkungen dieser Frage am Beispiel meiner Hauptfigur Albert Hansen hautnah erlebbar macht.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Zunächst wollte ich eine spannende Geschichte schreiben, bei der die Hauptfigur in eine maximal bizarre Situation geworfen wird und dann schauen, wie sie sich daraus befreit oder eben nicht. Die bizarrste Idee, die mir dazu eingefallen ist, war, dass meine Hauptfigur in einem fremden Körper aufwacht, ohne zu wissen, wie sie da hineingeraten ist.
Auf der Suche nach einer möglichst realen Grundlage, wie der Wechsel eines Bewusstseins von einem in einen anderen Körper möglich sein könnte, bin ich auf den amerikanischen Biowissenschaftler Ted Berger gestoßen, der seit den 1990ern an einer neuronalen Prothese arbeitet, die den Hippocampus ersetzen soll.
Das wurde dann zur Grundlage meines Thrillers. Bei den weiteren Recherchen bin ich auf immer überraschendere und zum Teil auch erschreckende Dinge gestoßen, was inzwischen bereits alles möglich ist. Dies habe ich dann genutzt, um daraus eine spannende Geschichte zu weben, die gerade noch rechtzeitig fertig geworden ist, bevor das, was ich mir über den aktuellen Stand der Wissenschaft hinaus ausgedacht habe, zur Realität geworden ist.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Zunächst einmal wünsche ich mir, dass sich die Leser gut und spannend unterhalten fühlen. Darüber hinaus würde ich mich sehr freuen, wenn meine Geschichte dazu anregt, über die Frage nachzudenken, was uns zu dem Menschen macht, der wir sind. Ich glaube, gerade in einer Zeit, in der wir durch KI vor einer riesigen Veränderung in allen Bereichen des täglichen Lebens stehen, ist es extrem wichtig, dass wir uns unsere eigene Identität bewusst machen, um uns nicht von einer vermeintlich allwissenden Technik einschüchtern zu lassen.
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