Die Legenden von Leij – Alexander Sandmann

0

Ein Namenloser aus einer anderen Welt kommt nach Leij, einer Stadt, die seit zweitausend Jahren in Frieden lebt und auf den prophezeiten Istvari wartet. Ist er der Heilsbringer der ältesten Legende – oder der Anfang vom Ende? Ein epischer Fantasyroman von Alexander Sandmann über Liebe, Macht und Erinnerung.

Die Legenden von Leij Alexander Sandmann Cover

Was geschieht, wenn Legenden wahr werden?

Wo Frieden zur Selbstverständlichkeit geworden ist, beginnt die gefährlichste aller Geschichten.

Er hat keinen Namen. Keine Vergangenheit. Nur ein Schwert, ein schwarzes Pferd – und die Gewissheit, dass er nicht in diese Welt gehört. Sein Weg führt ihn nach Leij: eine Stadt ohne Könige und Armeen, deren Volk seit zweitausend Jahren in Frieden lebt. Ebenso lange wartet es auf den Istvari – einen Fremden aus einer anderen Welt, der kommen soll, wenn diese Zeit endet.

Für die einen erfüllt sich mit seiner Ankunft die älteste Prophezeiung Leijs. Für andere ist er der Anfang vom Ende. Eine junge Ratsherrin aber sieht in ihm weder Heilsbringer noch Gefahr, sondern den Menschen. Zwischen ihnen wächst eine Liebe, durch die Leij für ihn zur Heimat wird. Doch je näher sie einander kommen, desto stärker vereinnahmt die Stadt den Fremden für ihre Ängste und Hoffnungen.

Als ein übermächtiger Feind näher rückt, entbrennt im Rat ein Kampf um Macht, Wahrheit und die Deutung der alten Worte. Der Namenlose muss entscheiden, wie weit er gehen darf, um ein wehrloses Volk zu bewahren – ohne dabei das zu zerstören, was es ausmacht. Was geschieht, wenn Legenden wahr werden – und der Mann in ihrem Mittelpunkt seine eigene Geschichte nicht kennt?

Ein epischer Fantasyroman über Liebe, Macht und Erinnerung – und über den Preis eines Friedens, der plötzlich verteidigt werden muss.

  • Erscheint am 15. August 2026

Nachgefragt bei Alexander Sandmann

Was ist der zentrale Kern des Buches?
Im Kern stellt „Die Legenden von Leij“ für mich die Frage: Was geschieht, wenn Legenden wahr werden? Leij ist eine Gesellschaft, in der Frieden seit Jahrhunderten selbstverständlich geworden ist. Ihre Geschichte, ihre politischen Strukturen und auch ihr Selbstverständnis beruhen auf Erzählungen über eine längst vergangene Zeit. Doch plötzlich taucht ein Fremder auf, der erstaunlich gut zu einer dieser alten Legenden passt – und damit beginnt nicht nur die Sicherheit Leijs zu bröckeln, sondern auch die Gewissheit darüber, was Wahrheit, Geschichte und Mythos eigentlich voneinander unterscheidet. Für mich ist Leij deshalb weniger eine Geschichte über einen „Auserwählten“ als über Menschen, die plötzlich feststellen, dass die Geschichten, an die sie geglaubt haben, Konsequenzen haben.

Wie ist die Idee entstanden?
Die Welt von Leij existierte schon lange, bevor ich 2021 die erste Fassung dieses Romans geschrieben habe. Die Stadt in der sichelförmigen Bucht, ihre Gesellschaft und große Teile ihrer Vergangenheit waren bereits da – und genau diese Vergangenheit reicht innerhalb der Geschichte fast zweitausend Jahre zurück. Mich hat gereizt, eine Welt erst dann zu betreten, wenn sie selbst bereits eine Geschichte besitzt. Darin steckt sicher auch meine Begeisterung für Tolkien. Ich mag Welten, bei denen man das Gefühl hat, dass sie vor der ersten Seite schon existiert haben und nach der letzten weiterexistieren werden. Die Legenden, die sich über Jahrhunderte verändern, waren dann der entscheidende Gedanke: Was bleibt von einem Ereignis nach hundert, fünfhundert oder zweitausend Jahren übrig?

Was sollen Leserinnen und Leser mitnehmen?
Zuerst einmal hoffe ich natürlich, dass sie Leij nur ungern verlassen und wissen wollen, wie es weitergeht. Darüber hinaus würde ich mich freuen, wenn eine Frage hängen bleibt: Wie sicher können wir uns bei den Geschichten sein, auf denen unser Bild von der Welt beruht? Legenden entstehen nicht unbedingt, weil jemand bewusst lügt. Sie können aus Wahrheit entstehen, die über Generationen erzählt, vereinfacht, ausgeschmückt und neu interpretiert wird. Und vielleicht auch der Gedanke, dass weder Prophezeiungen noch Legenden Menschen ihre Entscheidungen abnehmen. Am Ende sind es immer Menschen, die entscheiden.

Mehr zum Buch

Werbung – Affiliate-Link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert