Die Geschichte von K – Alexander Sandmann
Eine bittersüße Coming-of-Age-Geschichte aus dem Jahr 1999 über Liebe, Freundschaft und all das, wofür man mit neunzehn noch alle Zeit der Welt zu haben glaubt – von Alexander Sandmann.
1999. Alle reden vom Weltuntergang. Alex hat nicht einmal einen Plan für nächste Woche.
Er ist neunzehn, hat ein schrottiges Auto, seinen besten Freund Jay und ein Leben, das ihm genau so gefällt, wie es ist. Endlose Nächte, gute Musik und die Freiheit, niemandes Erwartungen erfüllen zu müssen. Große Pläne? Wozu auch?
Bis auf einer von Jays legendären Kellerpartys eine Fremde ihre Hände in seinen Nacken legt, als wäre es ihr Recht. Ihn küsst. Und anschließend einfach verschwindet.
Ihr Name? K. Einfach nur K.
Sie spielt Schlagzeug, hat große Träume und ist fest entschlossen, sie zu verwirklichen. Alex fasziniert ihre Selbstsicherheit, ihr Eigensinn und die Leichtigkeit, mit der sie ihn aus dem Konzept bringt. Und K scheint ausgerechnet an diesem jungen Mann Gefallen zu finden, der sich um die Meinung anderer herzlich wenig schert, ihr aber zuhört, als wäre sie der einzige Mensch auf der Welt.
Aus einer flüchtigen Begegnung werden stundenlange Autofahrten, durchfeierte Nächte und Gespräche über Musik, Kafka und das Leben. Sie stellt Fragen, denen er sonst lieber ausweicht. Er sagt Dinge, die sie unerwartet berühren, ohne es überhaupt zu merken.
Und irgendwann wird aus dem Spiel zwischen den beiden etwas, das sich nicht mehr so einfach mit einem Achselzucken abtun lässt.
Eine bittersüße Coming-of-Age-Geschichte über Liebe, Freundschaft und all das, wofür man mit neunzehn noch alle Zeit der Welt zu haben glaubt.
Nachgefragt bei Alexander Sandmann
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Wie oft nennen wir etwas Freiheit, obwohl wir eigentlich nur Angst haben, uns festzulegen?
Die Geschichte von K erzählt von Alex, neunzehn Jahre alt, der sein Leben genießt, ohne sich allzu viele Gedanken über morgen zu machen. Bis er K begegnet. Einer jungen Frau, die ziemlich genau weiß, was sie will. Und die damit einiges in seiner Welt durcheinanderbringt.
Es geht um Liebe, Freundschaft, verpasste Gelegenheiten und die Erkenntnis, dass Erwachsenwerden manchmal bedeutet, Entscheidungen zu treffen, deren Konsequenzen man noch gar nicht überblicken kann.
Und es geht um diese besonderen Menschen, die vielleicht nur für kurze Zeit Teil unseres Lebens sind, aber trotzdem etwas hinterlassen, das bleibt.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Mich hat das Lebensgefühl der Jahrtausendwende gereizt. Ende 1999. Die Welt sollte angeblich untergehen, tat es dann aber doch nicht. Und mit neunzehn hatte man ohnehin das Gefühl, dass einem noch sämtliche Möglichkeiten offenstanden.
Diese Mischung aus Aufbruch, jugendlicher Selbstüberschätzung und einer gewissen Ahnungslosigkeit gegenüber dem Leben wollte ich einfangen. Die Musik, die Nächte, die Gespräche über Gott und die Welt, die kleinen Dramen, die sich damals unglaublich groß anfühlten.
K hat mich über mehrere Jahre begleitet und einige Überarbeitungen erlebt. Vielleicht, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass hinter der Liebesgeschichte eigentlich eine viel spannendere Frage steckt: Was macht man, wenn man zum ersten Mal etwas wirklich will – und plötzlich feststellen muss, dass man dafür auch etwas riskieren müsste?
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Im Idealfall ein leichtes Ziehen in der Magengegend. Vielleicht ein Lächeln. Vielleicht auch den Wunsch, Alex einmal kräftig durchzuschütteln.
Ich möchte keine Lebensweisheit vermitteln und schon gar keine Moral predigen. Mir wäre lieber, wenn die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite noch ein wenig bei den Figuren bleiben. Wenn sie über eigene Entscheidungen nachdenken, über Menschen, die ihnen begegnet sind, und über die eine oder andere Gelegenheit, bei der sie heute vielleicht anders handeln würden.
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