Rezension: Bratva Bride – T.J. Maguire
Explosive Mafia-Romance um eine arrangierte Ehe zwischen Bratva und Cosa Nostra – Rezension von Elisabeth Sandkötter zu Bratva Bride von T.J. Maguire.
Bratva Bride von TJ Maguire
Lesen, wenn du …
- düstere Mafia-Romance mit Arranged Marriage magst,
- Geschichten wie „Bound by Honor“ von Cora Reilly reizvoll findest,
- starke, schlagfertige Heldinnen und dominante Antihelden bevorzugst,
- und mit viel Gewalt, schwarzem Humor und explizitem Spice umgehen kannst.
Hinweis zu sensiblen Inhalten:
Der Roman enthält explizite Gewalt, Folter, Mord, sehr deutliche sexuelle Szenen, Würgen im sexuellen Kontext sowie Hinweise auf Vergewaltigung und sexuelle Gewalt in der Vorgeschichte einzelner Figuren.
„Bratva Bride“ erfindet die Mafia-Romance nicht neu, macht aus der arrangierten Ehe zwischen zwei verfeindeten Familien aber eine ausgesprochen explosive Mischung aus Machtkampf, schwarzem Humor und körperlicher Anziehung.
Las Vegas gehört der russischen Bratva, New York der italienischen Cosa Nostra. Um die beiden mächtigen Familien miteinander zu verbinden, sollen Iljana Volkova und Arturo De Luca heiraten. Romantik spielt bei dieser Entscheidung zunächst keine Rolle – vielmehr geht es um Einfluss, Loyalität und das Überleben in einer Welt, in der Verrat tödlich enden kann.
Die Stärke des Romans liegt vor allem bei Iljana. Sie ist keine eingeschüchterte Mafia-Prinzessin, sondern selbstbewusst, impulsiv und durchaus gewaltbereit. Arturo begegnet ihr entsprechend nicht als Retter, sondern als ebenbürtiger Gegenspieler. Die Wortgefechte und das permanente Ringen darum, wer gerade die Kontrolle besitzt, sorgen für einen großen Teil der Unterhaltung.
T. J. Maguire erzählt schnell, direkt und ohne viel Zurückhaltung. Gewalt und Sex werden ausgesprochen explizit dargestellt, gleichzeitig lockern bissiger Humor und das turbulente Familienleben die Geschichte immer wieder auf. Gerade dadurch wirkt der Roman weniger düster als manche andere Dark Romance – obwohl die Figuren in einer äußerst brutalen Welt leben.
Wer häufig Mafia-Romance liest, wird viele Zutaten kennen: arrangierte Ehe, rivalisierende Familien, Besitzdenken, Verrat und ein gefährlicher Mann, der gegenüber seiner Frau zunehmend eine weichere Seite zeigt. Überraschend ist das nicht immer. Die Chemie zwischen Iljana und Arturo sowie Iljanas temperamentvolle Persönlichkeit tragen die Geschichte jedoch gut.
„Bratva Bride“ lohnt sich vor allem für Fans kompromissloser Mafia-Romance, die bekannte Tropes, viel Spice und eine Heldin mögen, die sich von den gefährlichen Männern um sie herum keineswegs einschüchtern lässt. Wer realistische Kriminalgeschichten oder zurückhaltende Liebesromane sucht, dürfte dagegen kaum zur Zielgruppe gehören.
Hinweis zur Reihe: „Bratva Bride“ ist Band 1 der „Mafia Heritage“-Reihe. Da die weiteren Bände aufeinander aufbauen, wird eine chronologische Lektüre empfohlen.
Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Bewertung erfolgt unabhängig.
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