Rezension: Jakob Rubinstein – Mysteriöse Kriminalfälle – Andreas Gruber

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Jakob Rubinstein ist kein typischer Privatdetektiv – ein humorvoller Episodenkrimi mit sechs mysteriösen Fällen aus den dunklen Gassen Wiens. Rezension von Lutz Falkner zu Jakob Rubinstein – Mysteriöse Kriminalfälle von Andreas Gruber.

Jakob Rubinstein - Andreas Gruber

Jakob Rubinstein von Andreas Gruber

Jakob Rubinstein - Mysteriöse Kriminalfälle von Andreas Gruber
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Lesen, wenn du …

  • Krimis mit Mystery- und Thriller-Elementen magst,
  • eigenwillige Ermittlerfiguren und schwarzen Humor schätzt,
  • Wien als atmosphärischen Schauplatz spannend findest,
  • und Geschichten im Stil klassischer Privatdetektiv-Krimis mit einem Schuss „Der dritte Mann“ gerne liest.

Ein ungewöhnlicher Episodenkrimi, der weniger von realistischer Polizeiarbeit als von seinem eigenwilligen Ermittler, Wiener Atmosphäre und einer Mischung aus Spannung, Mystery und Humor lebt.

Jakob Rubinstein ist kein typischer Privatdetektiv. Er ist übergewichtig, Frank-Sinatra-Fan, mit jiddischen Weisheiten ebenso schnell zur Stelle wie mit ungewöhnlichen Schlussfolgerungen – und gerät bei seinen Ermittlungen regelmäßig in Situationen, die irgendwo zwischen gefährlich und ziemlich absurd liegen.

Das Buch besteht aus sechs miteinander verbundenen Fällen. Mal geht es um verschwundene Menschen, mal um rätselhafte Todesfälle oder Vorgänge in psychiatrischen Einrichtungen, Galerien und anderen dunkleren Ecken Wiens. Dabei greifen einzelne Nebenhandlungen immer wieder ineinander, sodass aus den zunächst episodisch wirkenden Geschichten nach und nach ein größeres Ganzes entsteht.

Andreas Gruber setzt dabei bewusst nicht ausschließlich auf düstere Spannung. Vieles lebt vom trockenen Humor, von Rubinsteins Art zu ermitteln und von seinem Zusammenspiel mit seinem Freund Nicolas Gazetti. Gerade diese Figuren geben dem Buch seinen eigenen Ton. Wer Grubers deutlich härtere Thriller kennt, sollte deshalb keine zweite Sneijder-Reihe erwarten.

Manche Situationen wirken bewusst überzeichnet, Zufälle spielen bei den Ermittlungen eine durchaus große Rolle. Wer einen streng realistischen Kriminalroman sucht, könnte sich daran stören. Wer dagegen einen unterhaltsamen Mix aus Krimi, Mystery, Satire und Wiener Lokalkolorit mag, bekommt eine angenehm ungewöhnliche Lektüre.

„Jakob Rubinstein – Mysteriöse Kriminalfälle“ lohnt sich vor allem wegen seines unverwechselbaren Ermittlers und der besonderen Atmosphäre. Ein humorvoller, stellenweise skurriler Gegenentwurf zum klassischen düsteren Thriller.

Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Bewertung erfolgt unabhängig.

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