Gefangene der Wahrhaftigkeit (Der Sagittarius-Krieg 1) – Markus Gerwinski
Loralys ist die verehrte Sternenfahrerin des Supremats – bis sie in Gefangenschaft der Justizunion gerät und die Pläne ihrer Feinde ausspioniert. Auftakt zum Sagittarius-Krieg von Markus Gerwinski: Science-Fiction über Tyrannei, Freiheit und Vertrauen.
Loralys ist eine Göttin. Jedenfalls ist sie es gewohnt, auf den Planeten des Supremats als solche verehrt zu werden.
Als Sternenfahrerin verweigert das Supremat den unterworfenen Welten moderne Wissenschaft und Technik – und lässt sich stattdessen wie unsterbliche Überwesen feiern. Eine Gruppe unabhängiger Sonnensysteme hat sich zur Justizunion zusammengeschlossen und wehrt sich dagegen, auf das Niveau der Antike zurückgeworfen zu werden. Bei einer Schlacht um einen Außenposten gerät Loralys in die Hände der Union.
Als Gefangene an Bord des Raumschiffs „Wahrhaftigkeit“ findet die junge Pilotin etwas über die Pläne ihrer Feinde heraus: Eine Kommandomission soll einen Kolonieplaneten des Supremats infiltrieren. Jede sich bietende Gelegenheit nutzend, spioniert sie die Vorbereitung der Mission aus – ohne zu ahnen, welche Rolle sie selbst in den Plänen ihrer Bewacher spielt …
Der Auftakt zum Sagittarius-Krieg: Science-Fiction über Tyrannei, Freiheit und die Frage, wem man wirklich vertrauen kann.
Nachgefragt bei Markus Gerwinski
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
In meinem Zyklus stehen sich zwei politische Systeme gegenüber: Tyrannei im Supremat, Menschenrechte in der Justizunion. Wir begleiten meine Protagonistin Loralys auf einem langen Lernprozess: Anfangs ist sie noch linientreue Suprematin, doch werden in der Gefangenschaft ihre Überzeugungen auf die Probe gestellt. Aber auch bei der „freiheitlichen“ Union ist nicht alles Gold, was glänzt. Ich möchte aufzeigen, wie es sein kann, dass jemand in guter Absicht an eine tyrannische Ideologie glaubt und wie es möglich ist, eine solche Überzeugung auszuhebeln.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Grundidee entstand aus meiner Recherche zur Raumfahrt. Ich dachte mir: Wenn ein Raumflug Jahrzehnte dauert, aber die Raumfahrer altern in dieser Zeit nur um ein paar Wochen, könnten sie sich vor unwissenden Planetenbewohnern überzeugend als unsterbliche Überwesen ausgeben. Daraus machte ich in meinem Weltenbau Methode und entwarf das Sternenreich des Supremats: Planeten mit antiken Kulturen, beherrscht von einer kleinen Elite von raumfahrenden „Gottheiten“. Alle weitere Inspiration ergab sich aus der Recherche über Astronomie und verschiedene Stern- und Planetentypen, aber auch über die Antike und ihre Gesellschaftsformen.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Dass individuelle Entscheidungen und persönlicher Mut immer einen Unterschied ausmachen, egal wie klein und machtlos du dich fühlst. Meine Helden im „Sagittarius-Krieg“ sind weder mächtige Staatenlenker noch Übermenschen, sondern gewöhnliche, kleine Leute, die ihr Bestes geben. Mein Wunsch ist: Wer von ihnen liest, soll von ihrem Beispiel inspiriert werden.
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