Inbetween – Schatten der Harmonie – Morgaine Alison
Als Ancarim wacht Damian im Verborgenen über Eliza – bis sich Schatten in der Stadt sammeln, die selbst er nicht versteht, und er gezwungen ist, sich zu zeigen. Charaktergetriebene Urban Fantasy von Morgaine Alison über einen unsichtbaren Beschützer, die verborgene Welt der Feinstofflichen und die Frage, wer man ist, wenn die eigenen Regeln ins Wanken geraten.
Damian lebt im Verborgenen.
Als Ancarim ist es seine Aufgabe, Menschen zu beschützen, ohne von ihnen gesehen zu werden. Seit Jahren wacht er über Eliza. Er kennt die Regeln: beobachten, lenken, nur eingreifen, wenn ihr Leben in Gefahr ist.
Doch etwas verändert sich. Die Stadt wirkt an manchen Orten stiller und dunkler. Schatten sammeln sich dort, wo sie nicht sein dürften. Eliza beginnt sie zu spüren. Damian kann sie sehen – aber selbst er versteht nicht, was hinter ihnen lauert.
Als die Bedrohung schließlich nach Eliza greift, bleibt ihm nur eine Wahl: sich zu zeigen.
Mit diesem Schritt gerät nicht allein Elizas Wirklichkeit ins Wanken. Auch Damian wird gezwungen, Fragen zu stellen, die er sich bisher nicht stellen musste – über seine Herkunft, die Regeln, nach denen er lebt, und darüber, welcher Teil von ihm bestimmen darf, wer er sein soll.
Denn je näher die Gefahr rückt, desto deutlicher wird: Die Schatten bedrohen weit mehr als nur Eliza. Wie schützt man jemanden vor einer Gefahr, deren Ursprung man nicht versteht – wenn der Weg zur Antwort ausgerechnet durch das führt, was man an sich selbst am meisten fürchtet?
Inbetween – Schatten der Harmonie ist charaktergetriebene Urban Fantasy über einen unsichtbaren Beschützer, dessen sicher geglaubte Regeln ins Wanken geraten. Im Mittelpunkt stehen Damian, die verborgene Welt der Feinstofflichen und ein Konflikt, der ihn zwingt, sich mit Seiten seiner eigenen Herkunft auseinanderzusetzen, die er lieber unter Kontrolle gehalten hätte.
Nachgefragt bei Morgaine Alison
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Im Kern ist Inbetween für mich eine Geschichte über Entwicklung – und über die vielen unterschiedlichen Wege, auf denen Menschen zu sich selbst finden können. Mir ist wichtig, dass diese Entwicklung nicht geradlinig verläuft und dass es selten nur eine richtige Sicht auf die Dinge gibt. Deshalb gibt es in Inbetween auch kaum Figuren, die einfach nur gut oder böse sind. Das spiegelt sich auch in der Welt selbst: Wesen, die wir aus Geschichten schnell als dunkel oder bedrohlich einordnen würden, sind bei mir nicht automatisch böse. Mich interessiert viel mehr das Dazwischen als eine klare Trennung in Licht und Dunkelheit.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Bei mir beginnt eine Geschichte meistens nicht mit einem ausgearbeiteten Plot, sondern mit einer Figur. Sie ist plötzlich da, mit einer eigenen Art, einer Stimme, manchmal auch schon mit einer Haltung, und ich muss sie erst einmal kennenlernen. Auch bei meinen Gegenspielern ist mir wichtig, sie nicht einfach in „gut“ und „böse“ einzuteilen. Mich interessiert deshalb weniger, wer „der Böse“ ist, sondern wie jemand an den Punkt kommt, an dem er bestimmte Entscheidungen trifft. Dazu kommt meine eigene Sicht auf feinstoffliche Wesen, auf Licht und Dunkelheit und auf die vielen Grauzonen dazwischen.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Ich wünsche mir vor allem, dass etwas von der Geschichte nach der letzten Seite noch ein bisschen bleibt. Vielleicht eine Figur, in der man sich wiedererkannt hat. Wenn darüber hinaus etwas hängen bleibt, dann vielleicht, dass Entwicklung nicht bedeutet, irgendwann „fertig“ zu sein. Dass Rückschläge erlaubt sind. Dass man sich verändern darf, ohne alles an sich verwerfen zu müssen, was vorher da war.
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