Oberinspektor Swoboda, Der verlorene Kopf – Andy Long
Vier Wochen vor der Pension will Oberinspektor Swoboda keinen ungelösten Fall zurücklassen. Ein Wiener Krimi im waschechten Dialekt von Andy Long – grantig, humorvoll und mit der Aussicht auf weitere Fortsetzungen.
Ein Wiener Oberinspektor, vier Wochen vor der Pension – und ein letzter Fall, den er nicht ungelöst lassen will.
Grau und düster war dieser Montagmorgen im November. Schweren Schrittes ging Oberinspektor Swoboda den Weg, den er nun schon seit fast vierzig Jahren, jeden Tag ging. Die Landschaft hatte sich verändert, seit diesen ersten Tagen, als er seinen Dienst als junger Streifenpolizist im Kommissariat Döbling angetreten hatte. Immer mehr hatten Wohnblöcke die grünen Wiesen zurückgedrängt, und mit den Häusern war auch die Kriminalität in seinem Viertel gestiegen. Doch war das nicht überall so? Wien war eine große, lebende und pulsierende Stadt, und wenn er sich die Berichte aus den anderen Bezirken durchlas, dann war er hier doch geradezu in einer Oase des Friedens gelandet.
Ein sarkastisches Lächeln verzog seine Lippen, während er an seinen bald bevorstehenden Ruhestand dachte. Vor einer Woche hatte man ihm mitgeteilt, dass man Personal einsparen müsse und damit die Voraussetzungen erfüllt seien, um ihm seinen „wohlverdienten“ Ruhestand zu genehmigen. Sein Vorgesetzter, Herr Amtsrat Tönissen, hatte ihm dies wohlwollend mitgeteilt, wohl in der Annahme, dass ihm Swoboda voller Dankbarkeit um den Hals fallen würde, doch hatte er nur genickt und das Büro des Amtsrates, ohne ein Wort zu sagen, wieder verlassen. Noch vier Wochen, dann würde es heißen Ade-Polizeiarbeit und Hallo-Pension.
Nachgefragt bei Andy Long
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Es geht um einen kurz vor der Pension stehenden Kriminalbeamten, der es anstrebt, ohne einen ungelösten Fall in seinen Ruhestand zu gehen. Mein persönlicher Hintergrund ist diese wunderschöne „grantelnde“ Art des Wiener, die in dem wunderbaren Wiener Dialekt verpackt ist, von dem dieser Krimi lebt.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Wiener Mundart ist ein Steckenpferd von mir und muss am Leben gehalten werden. Die Idee kam aus dem Bauch heraus, wie die meisten meiner Bücher.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Die humorvolle und hin und wieder grantige Art des Wiener mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Die Lust auf mehr sollte man nach der letzten Seite mitnehmen, da es Fortsetzungen gibt und geben wird.
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