Licht der Vergänglichkeit – Adeline Stillman
Die Druidin Marla will aus Baals Gift ein Heilmittel herstellen – doch der Dämon verfolgt eigene Ziele und verfällt seinem Verlangen nach ihr. Während der Clan des Heiligen Geistes alles Magische vernichten will, zwingt Baals Begehren ihn, die Reise in seine eigene, schwarze Seele anzutreten. Ein Dark-Fantasy-Roman von Adeline Stillman über Masken, Narben und die Frage, wer wirklich hinter der Fassade steckt.
Was wäre, wenn deine Masken fallen?
Drei Monate nachdem Mephisto sein Schicksal in die Hand nahm, hat es sich die Druidin Marla in den Kopf gesetzt, aus Baals Gift ein Heilmittel herzustellen. Doch der Dämon verfolgt ganz eigene Ziele. Während er versucht, die junge Frau zu verführen, bildet sich der Clan des Heiligen Geistes, der alles Magische und Übernatürliche vernichten will.
Baal glaubt, alles unter Kontrolle zu haben, doch die Situation entgleitet ihm durch sein Verlangen und zwingt ihn, die Reise in seine eigene, schwarze Seele anzutreten. Alte Narben, die er längst für vergessen erklärte, platzen auf und zeigen, wer er eigentlich ist. Was ihm einst uneingeschränkte Macht verlieh, das Spiel mit Lust und Tod, droht nun, Baal in den Abgrund zu reißen. Sein Begehren nach Marla verändert alles.
Wer bist du hinter deiner Fassade?
Nachgefragt bei Adeline Stillman
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Niemand wird jemals böse geboren, unsere Erfahrungen prägen uns. Dies ist die Geschichte eines Mannes, der von allen als der hemmungslose Verführer, der gnadenlose Mörder und die Personifikation des Bösen betrachtet wird. Begehrt von vielen, doch gesehen von keinem. Baal, ein Dämon, der Eins mit der Finsternis zu sein scheint, trägt Narben, die er niemanden sehen lassen will. Wir alle tragen Masken, das Interessante ist, was hinter der Fassade steckt.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Noch während ich „Licht der Hoffnung“ schrieb, fragte ich mich: warum wird jemand eigentlich so böse wie Baal? Was wäre, wenn jemand wie er eine vernarbte Seele hat und alles andere nur Fassade ist? Denn wie gesagt: wirklich niemand wird so geboren, wie die betreffende Person sich entwickelt. Unsere Erlebnisse prägen uns.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Verhalten wird gesteuert durch das, was wir erleben. Oftmals steckt hinter jeder Absicht einfach nur der Wunsch, gesehen zu werden. Selbst das Böse hat ein Herz, wenngleich auch schwer zu erkennen. „Licht der Vergänglichkeit“ beleuchtet die Geschichte aus der Perspektive des Antagonisten. Wenn wir die Schatten und das Schlechte verstehen wollen, müssen wir lernen, uns selbst zu verstehen.
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