Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand – Carsten Gansel

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Mit dem Untergang der DDR wurde fast über Nacht die gesamte ostdeutsche Literatur demontiert: Bücher vernichtet, Verlage verramscht, Autorinnen und Autoren als staatsnah oder -fern aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Carsten Gansel wirbt bei Reclam für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur – und ihre Rehabilitierung.

Ausradiert Carsten Gansel Reclam Cover
Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand von Carsten Gansel (Reclam)
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Warum so viele ostdeutsche Schriftsteller aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind.

Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.

Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.

Von Christa und Gerhard Wolf bis Uwe Johnson, von Werner Bräunig bis Gerti Tetzner, von Brigitte Reimann bis Fritz Rudolf Fries, von Irmtraud Morgner bis Ulrich Plenzdorf, von Volker Braun bis Jenny Erpenbeck.

  • Verlag: Reclam

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