Eismond – Der Seelenpakt (Magisches Berlin 1) – Olivia Wright
Band 1 der Reihe Magisches Berlin von Olivia Wright – Wie weit würdest du gehen, um einen Menschen zurückzuholen, den du liebst? Tom schließt einen gefährlichen Seelenpakt mit dem Schwarzmagier Ragul.
Wie weit würdest du gehen, um einen Menschen zurückzuholen, den du liebst?
Seit dem Tod seines Vaters ist für den siebzehnjährigen Tom nichts mehr, wie es war. Als er auf dem Schulweg einer geheimnisvollen Stimme folgt, gerät er mitten hinein in ein verborgenes, magisches Berlin. Dort macht ihm der Schwarzmagier Ragul ein Angebot, dem Tom kaum widerstehen kann: Er kann seinen Vater ins Leben zurückholen.
Doch der Preis ist hoch. Tom soll Perelon, einen der letzten Weltenhüter, in eine Falle locken. Erst als es zu spät ist, begreift er, worauf er sich eingelassen hat: Ragul hat längst Besitz von ihm ergriffen, und etwas Dunkles beginnt, in ihm zu erwachen. Während Tom verzweifelt nach einem Ausweg sucht, begegnet er der eigenwilligen Urelfe Faya. Je näher sie sich kommen, desto schwieriger wird es für ihn zu erkennen, wem er noch vertrauen kann. Und auf welcher Seite er selbst steht. Denn Ragul lenkt ihn wie eine Marionette. Und er hat Tom nicht zufällig ausgewählt.
Auftakt einer magischen Urban-Fantasy-Reihe aus Berlin. Für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene, die moralische Grauzonen und folgenschwere Entscheidungen lieben.
Nachgefragt bei Olivia Wright
Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?
Im Kern ist Eismond die Geschichte einer tiefen emotionalen Zerrissenheit. Nach dem Verlust seines Vaters bricht Toms Realität zusammen – aus purer Angst und Verlorenheit schließt er einen gefährlichen Seelenpakt mit dem Schwarzmagier Ragul, um den verlorenen Halt wiederzuerlangen.
Die düstere, magische Welt, die unter der Oberfläche Berlins liegt, ist dabei ein Spiegel seines inneren Kampfes.
Tom muss schmerzhaft lernen, dass man Liebe und Sicherheit nicht durch dunkle Verträge erzwingen kann. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Urelfe Faya: Sie lehrt ihn, wieder zu lieben, und zeigt ihm, dass die Dinge selten so sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Letztendlich ist das Buch eine Reise der Selbstfindung. Es geht darum, Schmerz zu akzeptieren, Nähe zuzulassen und den einzig wahren Halt in sich selbst zu finden.
Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?
Die Idee zu Eismond ist aus einem tiefen persönlichen Umbruch heraus entstanden. Das Buch habe ich nur wenige Wochen nach dem Tod meiner Urgroßmutter angefangen zu schreiben, die für mich wie eine Mutter war. Sie hat schon als Kind meine allerersten Geschichten abgetippt und war immer meine größte emotionale Stütze.
Gleichzeitig haben mich Orte inspiriert, die für mich Zuflucht und Magie bedeuten: das Leben im Bauwagen, die Wälder in Brandenburg, die versteckten Bunker und die geheimnisvollen Schauplätze Berlins. Für Berlin kamen mir sofort die Ideen von ganz bestimmten, geheimnisvollen Schauplätzen – wie dem alten, verlassenen Rummelplatz im Plänterwald oder dem Teufelsberg. Man muss sich nur vorstellen, was dort nachts in der Dunkelheit oder über den Dächern der Stadt unter der Oberfläche pulsieren könnte. Weil das Leben dann aber erst einmal andere Wege ging und ich dadurch lange Zeit einfach nicht zum Schreiben kam, lag das Buch jahrelang halbfertig in meiner Schublade – bis ich es in den letzten zwei Jahren endlich zu Ende schreiben konnte.
Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?
Mir ist wichtig, dass die Leserinnen und Leser das Buch mit dem Gefühl zuklappen, dass man selbst in den dunkelsten Momenten der Verlorenheit nicht hilflos ist. Tom macht schmerzhafte Fehler, aber er wächst an ihnen. Ich möchte den Menschen mitgeben, dass der wichtigste Halt im Leben tief in uns selbst liegt. Wenn das Buch dazu inspiriert, die eigene innere Stärke zu entdecken, trotz aller Ängste Mut zu fassen und sich für die Liebe zu entscheiden, hat die Geschichte ihr Ziel erreicht.
Und natürlich möchte ich, dass sie nach dem überraschenden Ende mit einem Herzklopfen dasitzen, das sie am liebsten sofort Band 2 weiterlesen lassen möchte – an dem ich übrigens gerade schon schreibe.
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